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Zwangsversteigerung Grundbuch


03.03.2005 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



A hat ein Immobilie geerbt. Allerdings ist ihm (Auflage nach § 1940 BGB)eine Auflage gemacht worden, dass er die Immobilie weder belasten noch veräußern oder verschenken darf. Diese Auflage ist durch Vormerkung im Grundbuch gesichert.

Nach meinen Erkenntnissen koennen persoenliche Gläubiger des A (es handelt sich nicht um Nachlaßschulden sondern um Schulden des A) - sofern sie eine titulierte Forderung haben eine Zwangshypothek eintragen und daraus die Zwangsversteigerung betreiben oder aus ihrem Titel direkt die Zwangsversteigerung der Immobilie betreiben.

Die Frage ist nun, ob die Zwangsversteigerung auch im o.a. Fall durch Gläubiger des A - wie o.a. - eingeleitet werden kann. Die Vormerkung zur Sicherung der Auflage geht ja einer Zwangshypothek im Rang vor. Daher ist m.E. ggf. fraglich, ob die Gläubiger mittels Zwangsversteigerung eine Änderung der Eigentumsverhältnisse erzwingen können, wenn dies dem Eigentümer aufgrund der Auflage nicht möglich ist? Oder ist das doch möglich?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nach ganz herrschender Meinung und vor allem gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs steht eine Vormerkung der Durchführung einer Zwangsversteigerung nicht entgegen. Wenn sie aber gegenüber einer Zwangshypothek vorrangig ist, dann erlischt sie auch nicht dadurch, dass das Grundstück zwangsversteigert wird, sondern das Grundstück bleibt mit der Vormerkung belastet. Die Folge ist, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Vormerkung eingetragen ist (z.B. der Erbe des A, an den das Grundstück nach dem Willen des ursprünglichen Erblassers "weitergegeben" werden soll), wieder auf das Grundstück zugreifen kann, sobald die Bedingung, unter der sich die Vormerkung realisieren soll, eintritt. Aus diesem Grund wird sich für ein solches Grundstück kaum ein Bieter finden, denn der Ersteher müsste das Grundstück ja irgendwann wieder abgeben.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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