Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zwangsversteigerung - Folgen für geschiedenen Partner

| 03.04.2018 16:54 |
Preis: 35,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,
meinem geschiedenen Mann und mir gehört für die Bank & das Gundbuch noch zu je 50% eine Immobilie auf Mallorca. In einem Notarvertrag im November 2017 wurde jedoch festgelegt, dass er für diese Immobilie alleine haftet und für alle Verpflichtungen aufkommt.

Inzwischen ist er mit den Raten an die Bank in Verzug geraten, die Bank droht mit Vollstreckungsmaßnahmen und Zwangsversteigerung - wie verhalte ich mich in diesem Fall am besten? Wie kann ich z.B. mein Gehalt vor Vollstreckung schützen? Wie sichere ich mich gegen Folgen wie Schufa-Eintrag etc. ab?

Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie müssen ziwschen dem Darlehens-Vertrag mit der Bank und der Regelung zwischen den (geschiedenen) Eheleuten bezüglich der INTERNEN Regelung unterscheiden. Diese interne Regelung zwischen Ihnen und dem Ex-Ehemann hat gegenüber der Bank auch dann keine Wirkung, wenn diese interne Regelung vor einem Notar getroffen worden ist.


Gegenüber der Bank haften Sie also trotz der notariellen VCereinbarung, WENN Sie im Darlehensbertrag mit eingeschlossen worden sind, dort also Ihre Haftung (sei es als Darlehensnehmerin, sei es als Bürgin oder sonstige Sicherheitsleisterin) wirksam aufgenommen worden ist und die Bank Sie nicht aus der Haftung erlassen hat.

Sie hätten dann "lediglich" den Freistellungsanspruch gegen den geschiedenen Ehemann.



Für die Bank wären Sie aber nach wie vor (Mit)Schuldnerin, die auch haftet. Daher sollten Sie sich umgehend mit der Bank in Verbindung setzen, damit ggfs. noch eine solche Haftungsfreistellung erreicht werden kann.

Weigert die Bank sich und war die (Mit)Haftung auch wirksam (insoweit wäre der Darlehensvertrag ergänzend zu prüfen), gibt es keinen Schutz.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 05.04.2018 | 09:37

Hallo Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort. Wie ist der Ablauf, denn ich jetzt zu erwarten habe? Pfändet die Bank Gehälter und Konten bevor die Zwangsversteigerung des Hauses vollzogen werden kann? Mit welchem zeitlichen Rahmen muss ich rechnen?

Besten Dank auch für diese Unterstützung!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.04.2018 | 09:45

Sehr geehrte Ratsuchende,


welche Zwangsmaßnahmen die Gläubigerbank durchführt, lässt sich nicht vorhersagen: Möglich sind

Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher bei Ihnen zu Hause (eher unwahrscheinlich, wenn es um höhere Summen geht).
Gehaltspfändungen
Kontopfändungen
Einleitung der Zwangsversteigerung in das abgesicherte Hausgrundstück

Die Bank ist dabei vollkommen frei, welche dieser Maßnahmen sie vornimmt.


Ich würde Ihnen raten, sich mit der Bank in Verbindung zu setzen, denn jede diese Maßnahme ist mit erheblichen Kosten verbunden, die der Schuldner (also auch Sie) letztlich zu tragen haben. Abwarten wäre nun die falsche und teuerste Lösung.

Der zeitliche Rahmen liegt zwischen drei und sechs Monaten, hängt aber auch davon ab, was und wann die Gläubigerbank beantragt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 05.04.2018 | 12:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle & kompakte Antworten, die mir weitergeholfen haben! "
Stellungnahme vom Anwalt: