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Zwangsversteigerung - Auflösung Erbengemeinschaft

| 08.09.2014 07:48 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Meine Schwester hatte unnötigerweise die Auflösung der Erbengemeinschaft beantragt und starr daran festgehalten, dass sie darüber das meiste Geld bekommen würde. In diesem Zuge wurde das Elternhaus mit Grundstück (in welchem ich gewohnt hatte, es übernehmen wollte und mehr als drei Jahre nach Tod der Mutter erhalten habe) und zusätzlich im gleichen Termin zwei weitere Grundstücke versteigert. Hatte mich im Vorfeld bei der durchführenden Rechtspflegerin ausführlich erkundet und hierbei von ihr die Aussage erhalten, dass der Antrag Gesamtgebot VOR Einzelgebot gehen würde. Ich hatte mich darauf eingestellt und die Gesamtversteigerung beantragt. Sie hatte es mir sogar als "Tipp" gegeben, denn ich kenne mich mit sowas gar nicht aus. Im Versteigerungstermin war meine Schwester total entsetzt und hatte weiter die Einzelversteigerung beantragt. Daraufhin hat die Rechtspflegerin plötzlich dann zu meinem Entsetzen beides parallel laufen lassen und gesagt, was mehr bringt - die Einzelgebote zusammen oder das Gesamtgebot - wird genommen. Im Endeffekt haben die Einzelgebote den Rahmen meines im Vorab mit der Bank vereinbarten Rahmen übertroffen. Meines Erachtens liegt hier eine eindeutige Falschberatung der Rechtspflegerin vor mit für mich fatale Folgen (schneller Auszug, neue Wohnung und Wohnungseinrichtung). War das Vorgehen der Rechtspflegerin bzw. damit das Zwangsversteigerungsverfahren rechtlich zulässig? Denn letztendlich gab es nur eine fremde Person, welche nur das Mindestgebot als Gesamtgebot abgegeben hatte und sonst ausser mir niemand gegengeboten hatte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu dem von Ihnen geschilderten Problem wie folgt Stellung:

Im ZVG-Verfahren sind folgende Ausgebotsarten möglich:

a) Gesamtausgebot unter Fortfall der Einzelausgebote,
b) Gesamtausgebot neben Einzelausgeboten,
c) Gruppenausgebote unter Fortfall der Einzelausgebote,
d) Gruppenausgebote neben Einzelausgeboten,
e) Gesamtausgebot neben Gruppenausgeboten unter Fortfall der Einzelausgebote,
f) Gesamtausgebot neben Gruppenausgeboten.

Nach § 63 Abs. 2 ZVG kann jedes Mitglied einer Erbengemeinschaft, welches die Zwangsversteigerung beantragt hat, verlangen, dass alle Grundstücke nur als Gesamtausgebot versteigert werden dürfen, also die Grundstücke nur als Paket an einen Bieter gehen können.

Ein Gesamtausgebot unter Fortfall oder neben Einzelausgeboten erfolgt jedoch nur auf Antrag. Widerspricht ein Miterbe einem Gesamtausgebot unter Fortfall von Einzelausgeboten, muss ein Gesamtausgebot neben Einzelausgeboten erfolgen.
Im Versteigerungstermin wird dann dem höheren Meistgebot der Zuschlag erteilt.

Ansonsten gilt: Ich sehe keine Grundlage dafür, die Rechtspflegerin wegen „Falschberatung" zu belangen. Dieses bereits vor dem Hintergrund, dass fehlerhafte Auskünfte nicht ersichtlich sind.

Mein Tipp: Möglicherweise steht Ihnen das Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde gegen den Zuschlagbeschluß des Amtsgerichts zu. Bitte lassen Sie das juristisch prüfen!

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.09.2014 | 07:38

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