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Zwangsverseigerung einer Immobilie im Insolvenzfall

| 02.11.2010 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Herren
Frage: Meine EX-Frau und ich besitzen jeweils zur Hälfte ein Anwesen. Auf diesem Haus hat meine EX-Frau den Nießbrauch.
Falls ich mit meinem Betrieb insolvent gehen muss, wird dann das Anwesen zwangsversteigert?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Im Falle einer Insolvenz Ihres Betriebes droht eine Zwangsversteigerung dann, wenn das Privathaus als Sicherheit für die Betriebsmittelfinanzierung diente oder Sie infolge der betrieblichen Insolvenz die monatlichen Annuitäten für das Darlehen für die Immobilienfinanzierung nicht mehr erbringen können.

Voraussetzung ist aber zunächst eine Kündigung der Darlehensverbindlichkeiten oder eine Inanspruchnahme der Sicherheiten für die Betriebsfinanzierung in Form der Grundpfandrechte auf der Immobilie.

2. Der eingetragene Nießbrauch verhindert ein Zwangsversteigerung nicht. Dieser führt nur zu einem möglichen niderigen Verwertungserlös, wenn das Nießbrauchsrecht trotz Zwangsversteigerung bestehen bleibt.

3. In diesem Fall wäre zu überlegen bzw. durch einen Kollegen zu prüfen, ob Sie Ihren Miteigentumsanteil auf Ihre Frau übertragen, die dann auch im Innenverhältnis die Verbindlichkeiten, die auf der Immobilie lasten übernimmt.

4. Im Vorfeld einer Insolvenz sollten Sie daher einen Rechtsanwalt beauftragen, der den rechtssicheren Erhalt der Immobilie prüft.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe im Rahmen einer Nachfrage oder Ansachlusberatung gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2010 | 12:00

Die Immobilie ist schuldenfrei.
Als Architekt hafte ich meines Wissens mit dem Privatvermögen, somit wäre eine Zwangsversteigerung möglich

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2010 | 21:36

Vielen Dank für die Nachfrage. Eine Versteigerung der Immobilie droht hier nicht unmittelbar. Sicherlich haften Sie als Architekt persönlich, so dass die Bank versuchen wird auf Ihre Immobilie zuzugreifen. Soweit die Bank eine titulierte Forderung hat, wird sie eine Zwangssicherungshypothek eintragen lassen, um hieraus die Zwangsversteigerung zu betreiben.

Sollten Sie im Vorfeld einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, kann die Bank keine Pfändungsmaßnahmen mehr einleiten bzw. sind diese unwirksam. Jedoch wird der Insolvenzverwalter Ihren Miteigentumsanteil verwerten/verkaufen wollen und dies notfalls durch eine Teilungsversteigerung umsetzen.

Da die Immobilie lastenfrei ist, ist es daher umso wichtiger, den Erhalt der Immobilie im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens zu prüfen.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 04.11.2010 | 09:55

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