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Zwangsräumung nach ZV nach hinten schieben oder einigen.

04.06.2014 08:22 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Mein Haus ist gerade zwangsversteigert worden. Da ich jetzt nicht zum Sozialfall werden will, sondern weiterhin selbstständig arbeiten möchte, suche ich eine passende Wohnung. Das ist natürlich nicht sehr einfach, in so kurzer Zeit eine Wohnung zu finden. Ich habe mich in den letzten Wochen nach der Zwangsversteigerung wirklich sehr bemüht, etwas zu finden, jedoch ist es immer mit Maklercourtage und Anzahlungen verbunden. Das Geld hierfür könnte ich in zwei Monaten aufbringen weil dann die Rechnungsstellung für ein größeres selbstständiges Projekt erfolgt. Jedoch nicht jetzt.
Ein passendes Objekt ohne große Kosten könnte ich frühestens vier Wochen nach Räumungstermin beziehen. Also jetzt und teuer oder später und billig von meiner Seite aus gesehen.
Um die ganze Sachlage noch etwas komplizierter zu machen, müssen die neuen Bewohner des Hauses aus ihrem alten Haus zum Ende des Monats ausgezogen sein. Sie verlassen sich so auf den Räumungstermin am 16. dieses Monats damit das Haus dann leer ist und innerhalb der 14 Tage der Umzug stattfinden kann. Der neue Besitzer würde sich natürlich freuen, wenn er früher ins Haus kommen würde.

In 14 Tagen ist der Zwangsräumungstermin durch den Gerichtsvollzieher. Meines Wissens ist dieser aber jederzeit aufhebbar wenn der alte Bewohner, also ich, ausgezogen ist. Diese Zwangsräumung kostet aber bei einem Einfamilienhaus sicherlich um die 10.000 € was man als neuer Eigentümer vorlegen muss und was dann auf meine Insolvenzliste käme und somit weg wäre.
Ohne jetzt erpresserisch zu wirken, könnte man doch diese Sachlage einfach klären, indem der neue Besitzer des Hauses mir den halben Betrag der Zwangsräumung würde. Diese Lösung wäre für alle Seiten billiger und die optimale Problemlösung. Wie kann ich in diesem Falle einen Anflug und Anschein von Erpressung vermeiden?

Alternativ dazu, wenn alle Verhandlungen scheitern, welche Möglichkeiten habe ich, gegebenenfalls die Räumung durch den Gerichtsvollzieher um vier Wochen minimal aber um 14 Tage nach hinten heraus zu schieben? Ich weiß ich bin etwas spät dran der Zwangsräumung Termin wäre am 16. dieses Monats.
Danke vorab!

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen wie folgt Stellung:

Leider sehe ich kaum Chancen dafür, die Zwangsräumung jetzt noch zu verhindern.

Natürlich könnte Sie versuchen, mit dem Gläubiger zu verhandeln und einen Aufschub zu vereinbaren. darauf wird sich dieser jedoch höchstwahrscheinlich nicht einlassen, da dieser bereits reichlich Geld und Zeit in den mit Ihnen sicherlich seit langem schwelenden Streit investiert hat und nunmehr nachvollziehbar Fakten schaffen will. Er wird sich insoweit auch nicht dazu hinreißen lassen, Ihnen auch noch Geld in die Hand zu geben, um Sie jetzt noch zum freiwilligen Auszug zu bewegen, nachdem bereits die Zwangsräumung angesetzt ist. Im Zweifel hat der Gläubiger die Kosten der Zwangsräumung längst vorgelegt.

Einzig noch denkbare Möglichkeit für Sie wäre, sofort "Vollstreckungsschutz" beim zuständigen Amtsgericht zu beantragen. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass die gerichtlich angeordnete Zwangsräumung für sie eine Härte bedeuten würde, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist. Daran wird es nach ihrer Schilderung möglicherweise fehlen. Sie haben letztendlich sehenden Auges die Zwangsräumung heranrücken lassen, ohne für eine Ersatzunterkunft zu sorgen. Auch sonst kann ich derzeit leider keine gesetzlich anerkannten Härtegründe erkennen.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

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