Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zwangsmitgliedschaft Krankenkasse

06.04.2008 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Hallo,
meine Frau hat im Dezember 2007 ein festes Arbeitsverhältnis mit Krankenkassenanmeldung (GEK) begonnen. Wegen Differenzen hat sie das Arbeitsverhältnis nach zwei Wochen wieder gekündigt. Jetzt ist sie ohne Arbeit zu Hause. Sie hat auch KEINEN Anspruch auf Arbeitslosengeld. Vom Arbeitgeber wurde sie auch bei der Krankenkasse abgemeldet.
Jetzt fordert die Krankenkasse von meiner Frau einen Einkommensnachweis für die weitere Berechnung der Krankenkassenbeiträge.
Begründung: Laut Gesetz müssen alle Bürger eine Krankenversicherung haben.
Weitere Aussage: Wenn meine Frau kein Einkommen hat, werden meine Einnahmen als Berechnung der Krankenkassenbeiträge herangezogen.
Ich bin Selbständig und privat versichert.
Wenn meine Einnahmen als Berechnungsbasis für die Krankenkassebeiträge herangezogen werden, dann muss meine Frau den maximalen Beitrag zahlen.
Meine Fragen:
Sind die Aussagen der Krankenkasse richtig?
Welche Möglichkeiten hat meine Frau den Krankenkassenbeitrag zu senken (Stichwort Basistarif).
Wenn keine Möglichkeiten bestehen, ist angedacht, eine günstigere private Krankenversicherung abzuschließen.
Wie verhält es sich mit der Kündigungsfrist gegenüber der GEK. Es wurde ja kein expliziter Vertrag abgeschlossen.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist die Aussage der Krankenkasse richtig. Wenn Ihre Frau sich nunmehr freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern will, wird für die Beitragsberechnung Ihr Einkommen herangezogen. Zwischen den Krankenkassen gibt es aber massive Unterschiede in der Berechnung, welche sich deutlich auf die Beiträge auswirken kann. Es lohnt sich von daher, unterschiedliche Krankenkassen zu vergleichen.

Eine private Versicherung kann von daher in der Tat günstiger für Ihre Frau sein. Das hängt aber auch vom Alter ab und von evtl. bestehenden Krankheiten.

Gegenüber der GKV besteht keine Kündigungsfrist, da ja bereits eine Abmeldung erfolgt ist. Die Folgeversicherung (egal ob bei der GKV oder eine PKV) muss aber eigentlich innerhalb von 3 Monaten erfolgen.

Falls sich Ihre Frau für eine private Krankenversicherung entscheidet, so muss Sie sich entweder rückwirkend zum 01.01.2008 versichern lassen (Es darf keine "Lücke" im Versicherungsschutz bestehen) oder sie hat eine 3-monatige Sperrfrist, um Leistungen aus der PKV zu erhalten. Eine solche Sperrfrist ist aber riskant, insbesondere für den Fall, dass innerhalb der ersten Monate etwas passiert (Unfall etc.)

Entgegen der landläufigen Meinung sind private Krankenkassen in etlichen Fällen sogar günstiger als eine freiwillige Versicherung in der GKV.

Sie sollten daher entsprechende Angebote einer PKV einholen und mit den Beitragszahlen der GKV vergleichen.

Auch für die Entscheidung, ob Ihre Frau sich im Rahmen einer privaten Versicherung zum Basistarif versichern kann, wird Ihr Einkommen herangezogen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70759 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Auf den Punkt kommend deutlich erklärt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
bin zufrieden ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Perfekt! Vielen Dank für die prompte Beantwortung meiner Frage. Die Ausführlichkeit habe ich auch mit 5 Sternen bewertet, da sie genau auf meinen Mindesteinsatz abgestimmt war. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER