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Zwangseinweisung/Entmündigung möglich?


30.09.2017 14:29 |
Preis: 75,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
in meinem Fall geht' es um meinen Bruder. Er ist 32 Jahre alt, arbeitslos und allein lebend. Seit seiner Jugend konsumiert er mal mehr mal weniger Cannabis. Nach dem Tod unserer Mutter 2009 begann er psychische "Aussetzer" zu haben. So fing er an Menschen zu misstrauen alle wollen ihm was böses. Ihn bestehlen oder bedrohen. Dies steigerte sich im Laufe der Jahre immer mehr. Der Verfolgungswahn wurde immer ausgeprägter. So denkt er heute es kämen irgendwelche Leute in seine Wohnung, stehlen im sein Essen, Geld oder auch Kleidung. Er glaubt sie würden ihm Gift ist essen tun oder auch in sein Bett urinieren. 2015 wurde er dann 2 Tage in die Psychiatrie eingewiesen die er aber auf eigenen Wunsch wieder verlassen hat da es ihm gut gehe.
Er ist immer weniger in der Lage seine finanziellen und Behördlichen Dinge zu regeln. So bekommt er monatelang kein Hartz 4 weil er sich nicht drum kümmert. Aufforderungen bei Behörden zu erscheinen kommt er nicht nach. Es laufen Schulden bei der Krankenkasse oder GEZ und wahrscheinlich andere Stellen auf ( genaueres wissen wir nicht).
Die Akuter Situation sieht momentan so aus das es nun Ärger in seinem Wohnhaus gibt. Sein Verfolgungswahn richtet sich immer mehr gegen die Nachbarn im Haus. Er macht Ihnen das Leben zur Hölle. Spuckt sie an, ist nachts so laut das keiner schlafen kann wirft aus dem 5.! Stock mit essen und Gegenständen (Töpfe, Geschirr usw). Pöbelt die Leute an auch uns (Vater und Schwester). Es war schon mehrmals die Polizei da und er wurde schon mehrmals angezeigt und auch verurteilt wegen Beleidigung und Beamtenbeleidigung. Jeder Versuch ihn irgendwie zum Arzt und in Therapie zu bekommen ist fehlgeschlagen da keinerlei Krankheitseinsicht vorliegt.
Wir hatten bereits Kontakt zur Gemeindepsychatrie und seinem Hausarzt. (Was nichts gebracht hat)
Nun hab ich Kontakt zum örtlichen Ordnungsamt aufgenommen und beim Betreuungsgericht eine Betreuung für ihn angeregt. Hoffnung hab ich allerdings nicht viel.
Nun meine Frage. Gibt es rechtlich Möglichkeiten irgendwie einzuschreiten? Ihn für Unmündigkeit erklären zu lassen? Sein Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übernehmen? Oder muss tatsächlich erst etwas passieren bis eingegriffen werden kann? Über eine Einschätzung wäre ich sehr dankbar.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben nach Ihrer Sachverhaltsschilderung bereits das getan, was Sie tun konnten:

Sie haben eine Betreuung angeregt. Das Gericht wird nun prüfen, ob die Voraussetzungen dafür vorliegen. Dafür kann das Gericht ein ärztliches Gutachten einholen und auch gegen den Willen Ihres Bruders eine Betreuung anordnen, wenn diesem die notwendige Einsichtsfähigkeit fehlt und er z.B. geschäftsunfähig ist.

Darüber hinaus kann nach dem PsychKG eine zwangweise Einweisung in eine psychiatrische Klinik erfolgen, wenn das Ordnungsamt dies wegen Eigen- oder Fremdgefährdung für erforderlich hält und eine entsprechende ärztliche Bestätigung erfolgt.

Ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, lässt sich allein auf der Grundlage Ihrer Schilderung nicht sagen - das ist vor allem eine medizinische, psychiatrische Fragestellung, die von dem damit befassten Arzt nach Untersuchung des Betroffenen beantwortet werden muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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