Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zuzahlung Altersheim

08.01.2011 12:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Wie berechnet sich die Zuzahlung, wenn der Vater ins Altersheim muß, für die Kinder.( 3 Kinder)
Die Mutter ist bereits verstorben.
Rente des Vaters 1000 €, kein Vermögen vorhanden.
Nach Abzug Rente und Pflegegeld usw. müssten ca. 1800€ zubezahlte werden.
Verdienst der Kinder: 90.000 € Jaresverdienst
ca. 40.000 €
ca. 25.000 €




mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Die Kinder sind zunächst gegenüber dem Vater gemäß § 1601 BGB unterhaltspflichtig, da dieser die gesamten Kosten für das Altersheim nicht allein aus seiner Rente decken kann und somit bedürftig ist. Die Kinder müssten also grundsätzlich – sofern diese leistungsfähig sind – für diesen Mehrbedarf des Vaters zumindest teilweise aufkommen bzw. das zuständige Amt wird diese Unterhaltsansprüche gegenüber den Kindern im Bedarfsfall geltend machen. Dabei muss dann die Leistungsfähigkeit der Kinder überprüft werden.

Bei der Überprüfung der Leistungsfähigkeit muss zunächst von jedem Kind gesondert das bereinigte Nettoeinkommen ermittelt werden. Dabei werden von dem tatsächlichen Einkommen zunächst bestehende Belastungen abgezogen für Krankenvorsorge, mindestens 5 % des Nettolohn für Altersvorsorge, berufsbedingte Aufwendungen; Fahrtkosten zur Arbeittsstelle, ggf. auch Schulden; Kosten der Pflegeversicherung, ggf. krankheits- oder berufsbedingte Anschaffung eines Kfz sowie Werbungskosten. Ob und in welcher Höhe im jeweils konkreten Einzelfall eine Heranziehung dieser Aufwendungen als Belastungen im Sinne des § 1603 Abs. 1 BGB möglich ist, bstimmt sich immer nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls, was im Rahmen dieser Erstberatung hier sowie mangels genauer Kenntnisse der jeweiligen Umstände der einzelnen Kinder nicht abschließend beurteilt werden kann. Hier gehe ich zunächst nach Ihren Angaben davon aus, dass drei Kinder vorhanden sind und diese bei einem Gesamtjahreseinkommen von 90.000,00 € einmal 40.000,00 € (3.333,33 € monatlich) sowie zweimal jeweils 25.000,00 € (2.083,33 € monatlich) netto verdienen. Mangels weiterer Angaben wird hier zunächst davon ausgegangen, dass es sich dabei schon um das bereinigte Nettoeinkommen handelt, ggf. können hiervon nach den voraufgezeigten Maßstäben aber noch Abzüge erfolgen.

Sodann steht jedem Kind ein angemessener Selbstbehalt gegenüber dem Vater in Höhe von mindestens 1.400 Euro zuzüglich der Hälfte des darüber hinaus gehenden Einkommens monatlich zu. Der jeweils darüber hinausgehende Betrag kann dann für die Unterhaltsverpflichtung herangezogen werden. Das bedeutet das die beiden Kinder, welche 25.000,00 € jährlich verdienen, jeweils monatlich 341,67 € für die Kosten des Pflegeheims einsetzen sowie das Kind, welches 40.000,00 € verdient; monatlich 966,67 € einsetzen müssten. Dies ergibt einen Gesamtbetrag in Höhe von 1.650,00 €, welcher entsprechend aufgeteilt auf die Kinder für die Kosten des Altersheims zuzuzahlen wäre. Den darüber hinaus gehenden Bedarf müsste das zuständige Amt übernehmen. Diese Berechnung beruht aber wie schon erwähnt darauf, dass ich Ihre Angabe zu den Einkommensverhältnissen der Kinder hier schon als bereinigtes Nettoeinkommen gewertet habe. Sollte im Einzelfall bei jedem Kind nach den eingangs aufgezeigten Grundsätzen aber das Nettoeinkommen nach Bereinigung ggf. noch niedriger ausfallen, würde sich der Zuzahlungsbetrag natürlich ebenso jeweils noch entsprechend verringern.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Ansonsten wünsche ich noch ein schönes Wochenende und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89416 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Frage umfassend (und auch in meinem Sinne) beantwortet. Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Ausführungen zu meiner weiteren Vorgehensweise. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre engagierte und umfassend klare Hilfe!! Absolute Weiterempfehlung. ...
FRAGESTELLER