Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zuverdienst Elternzeit

30.05.2016 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:18
Sehr geehrte Damen und Herren,

zu folgendem Sachverhalt habe ich ein paar Fragen:

Derzeit befinde ich mich in Elternzeit, welche auf 2 Jahre beantragt wurde, das Elterngeld wird für ein Jahr gezahlt und endet Ende Oktober 2016.

Nun zu meinem Problem, ich habe ein Nebengewerbe angemeldet, (AG weiß darüber bescheid), nun verhält es sich so, dass ich einen recht lukrativen Auftrag bekommen kann, welcher aber zeitnah ausgeführt werden muss (Monat Juni 2016).

1. Ist es korrekt das ich die Rechnung theoretisch und praktisch im November stellen kann, sodass es mir nicht aufs Elterngeld angerecht wird (zufluss prinzip) ?

2. Darf ich die Arbeiten überhaupt ausführen, da ich ja derzeit in Elternzeit mit Elterngeldbezug bin?

3. Ich habe zudem vor, im November (zwangsläufig) wieder auf Teilzeit zu Arbeiten, in welchem ich dann diese Rechnung stellen würde, müsste ich da etwas beachten oder könnte ich da probleme bekommen?

Leider habe ich keine wirkliche Hilfe im Internet gefunden, was mir eine sichere vorgehensweise aufzeigt.

Für Ihre Hilfe im voraus vielen Dank!
30.05.2016 | 22:54

Antwort

von


(503)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

1. Es gilt tatsächlich für die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit das sog. strenge Zuflußprinzip (Bundessozialgericht, Urteil vom 29.08.2012 - B 10 EG 18/11 R; Bundessozialgericht, Urteil vom 31.08.2015 - B 10 EG 4/15 B). Wenn Sie die Rechnung erst im November 2016 stellen und Ihnen der Rechnungsbetrag erst hernach zugeht, wird nichts auf das Elterngeld angerechnet.

2. Sie dürfen bis zu 30 Wochenstunden arbeiten (§ 1 Abs. 6 BEEG).

3. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern Sie im Falle einer Teilzeittätigkeit ab November 2016 Probleme bekommen sollten.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 31.05.2016 | 08:25

Sehr geehrter Herr Vasel,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich habe mich etwas unglücklich Ausgedrückt, mir geht es um den Rechnungsbetrag, deswegen lukrativ. Als Bsp. ich bekomme 1.000 € Elterngeld und Arbeite ja was erlaubt ist max. 30h pro Woche in diesem Auftrag, die Rechnung stelle ich im November, was ja rechtlich auch in Ordnung ist, jedoch (da ja Gewerbe) der Rechnungsbetrag bei ca. 5.000 € liegen wird habe ich Angst, dass irgendwer aus irgend einem Loch gekrochen kommt (entschuldigung für diese Ausdrucksweise) und dann sagt "Das ist kein Nebengewerbe mehr bzw. der Rechnungsbetrag ist zu Hoch, sie dürfen nur x % auf das vorjahres Elterngeld dazu verdienen oder andere Grenzen die ich nicht nachzuvollziehen weiß!

Oder ist der Rechnungsbetrag egal, solange ich im Jahr nicht über 17.500 € komme?

Im Grunde möchte ich nur Wissen, darf ich diese Rechnung stellen ohne es (außer Finazamt) jemanden zu melden? (Rentenkasse,Krankenkasse)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2016 | 20:18

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

solange Sie bis zu 30 Wochenstunden arbeiten, ist die Höhe des Betrages, den Sie dafür nachträglich im November 2016 in Rechnung stellen, irrelevant.

Wegen des vorangegangenen Elterngeldbezuges sind Sie nicht verpflichtet, die Rechnungsstellung jemandem zu melden.

Allerdings muß der Krankenversicherung der selbständige Nebenverdienst mitgeteilt werden. Die Krankenversicherung wird überprüfen, ob es sich sozialversicherungsrechtlich um eine Nebentätigkeit handelt (Richtwert hier: Wochenarbeitszeit: bis zu 18 Stunden; Monatseinkommen: bis zu 1.260 €). Wenn keine Nebentätigkeit vorliegt, müssen Sie Krankenversicherungsbeiträge auf die Einnahmen bezahlen.

In bestimmten Branchen bzw. Berufen sind Einkommen aus selbständigen Nebentätigkeiten auch rentenversicherungspflichtig (u. a. für Dozenten, Trainer, Sprach-, Fahr- und Nachhilfelehrer, Pflegepersonen, selbständige Heimarbeiter).

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(503)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70627 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,6/5,0
Das Thema ist sicherlich komplex. habe auch nicht ein abschließendes Ergebnis erwartet, jedoch ein Hinweis zur Abhängigkeit zwischen Ehevertrag und notarieller Vereinbarung einer ehebedingten Zuwendung. Der Hinweis auf eine anwaltliche ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Aust hat meine Frage zu einer Gesetzesinterpretation, die bis 55 Jahre zurückliegt, sehr detailiert und verständlich beantwortet. Gerne wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Frau True-Bohle bedanken. Die Antwort kam sehr schnell und war sehr verständlich formuliert. Mit der realistischen, juristischen Einschätzung meiner Chancen auf Erfolg, ist es mir gelungen, ... ...
FRAGESTELLER