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Zustimmung Erbschein widerrufbar ?

| 12.05.2012 19:19 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Hallo, kann man die Zustimmung zu einem Erbschein widerrufen und wenn ja mit welchen Fristen und muss man einen Grund angeben ?
Ich habe der Erteilung eines Erbscheins ( stehe auch als Erbe drauf ) zugestimmt und mittlerweile herausgefunden, dass meine Schwester ( hat den Schein beantragt ) schon Sachen aus dem Erbe an sich genommen und veräußert hat ( KFZ ). In jedem Fall würde ich die Zustimmung gerne zurückziehen, war nur ein kleiner Abschnitt am Notarschreiben welchen ich per Post zurückgeschickt habe ( vor 2 Tagen ).

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Im Erbscheinverfahren nach §§ 2353 ff BGB ist vom Nachlassgericht von Amts wegen zu prüfen, wer Erbe ist. Erst wenn sicher gestellt ist, dass Sie und Ihre Schwester tatsächlich Erben sind, wird der Erbschein erteilt. Ihre Zustimmung ist nur notwendig, da es sich um einen gemeinschaftlichen Erbschein gemäß § 2357 BGB handelt. Ein Widerruf ist hier nicht möglich und vor allem nicht notwendig, da Sie gegen Ihre Schwester, wenn diese sich am Nachlass „bedient", einen Anspruch auf Herausgabe Ihres Anteils am Erlös der Verkaufs.
Nach § 2047 BGB erhalten Sie nach Befriedigung der Nachlassverbindlichkeiten gemäß Ihrem Erbanteil den Überschüss aus dem Erbe.

Nach § 2038 BGB können die Miterben nur gemeinschaftlich über den Nachlasse verfügen. Nach § 2040 BGB können Sie nur gemeinschaftlich über Nachlassgegenstände, also auch über ein im Nachlass befindliches KFZ verfügen.

Sie können in diesem Fall die endgültige Auseinandersetzung velangen, das heißt die endgültige Aufteilung des Nachlasses, vgl. § 2042 BGB.

Diese Ansprüche können Sie gegen Ihre Schwester, die anscheinend rechtmäßige Miterbin ist, geltend machen. Wenn Zweifel an der Erbeneigenschaft Ihrer Schwester bestehen, haben Sie die Möglichkeit auch nach Erteilung eines Erbscheins gemäß § 352 Abs. 3 FamFG Beschwerde beim Nachlassgericht einzulegen und ihr so den Erbschein quasi wieder zu entziehen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2012 | 20:40

Kann ich jetzt schon die endgültige Auseinandersetzung verlangen ( Erbschein ist noch nicht erteilt worden ) und sind bei Antrag auf endgültige Auseinandersetzung Kosten für mich zu erwarten ( Nachlassgericht, Notar ... ) ?

Vielen Dank und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2012 | 09:34

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein Sie müssen warten, bis der Erbschein vorliegt, dann können Sie jederzeit Auseinandersetzung verlagen.

Die Kosten richten sich nach dem Wert des Nachlasses, je höher dieser ist, umso höher die Kosten.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 12.05.2012 | 22:16

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