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Zustellung und Widerspruchsfrist einer fristlosen Kündigung einer Wohnung

| 29.06.2015 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Lindner, Dipl.-Jur.


Freitag um 22h wurde, von wem auch immer ein Schreiben durch den Briefschlitz einer Wohnung geschoben. Dieses Schreiben enthielt eine fristlose Kündigung wegen vermeintlicher Mietrückstände. Die Wohnung soll in drei Wochen geräumt werden. Das Mietverhältnis besteht seit 2004. Miete wurde seit 9 Jahren regelmäßig jeden Monat bezahlt. Mahnungen, Aufforderung etc. bezüglich Mietrückstände gibt es überhaupt keine. Die Vermieterin muss zur Finanzierung eines Hauskauf,s diese Wohnung verkaufen und erwartet einen höheren Preis erzielen zu können ohne Mieter.
Die Frage ist: Muss auf dieses Schreiben reagiert werden. Es wurde nicht zugestellt etc. wenn ja gegenüber wem und vor allem innerhalb welcher Frist muss widersprochen werden? Was ist ggf. wann zu tun.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist relativ ungewöhnlich, dass zu später Stunde die Kündigung durch den Briefschlitz geworfen wurde, vor allem dann, wenn Sie über einen Briefkasten verfügen. Ob dies der Fall ist, ergibt sich aus Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht.
Ergibt sich aus der Kündigung, wer diese geschrieben hat? Erscheint die Vermieterin auf dem Briefkopf und ist die Kündigung auch von der Vermieterin unterschrieben?

Ein Mieter kann der Kündigung des Vermieters gemäß § 574 BGB widersprechen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist. Dies gilt gemäß § 574 Abs.1 Satz 2 BGB jedoch nicht für die außerordentliche fristlose Kündigung. Dies bedeutet für Sie, dass Sie im Falle einer fristlosen Kündigung nicht zu widersprechen brauchen, da dies nicht möglich ist.
Anders wäre es, wenn im Kündigungsschreiben auch hilfsweise die ordentliche Kündigung erklärt wurde.
Sie können mir das Kündigungsschreiben gerne auf meine E-Mailadresse

kanzlei@ralindner.de

senden. Dann kann ich Ihnen genauere Auskünfte erteilen. Diese erfolgen im Rahmen der Nachfrage kostenlos.

Sollten Sie die Miete und auch die Kaution ordnungsgemäß bezahlt haben, haben Sie nichts zu befürchten. Die Vermieterin kann Ihnen dann nicht fristlos wegen Zahlungsverzugs kündigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner

Bewertung des Fragestellers 01.07.2015 | 05:24

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