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Zuständigkeit und Art des Zaunes am Grünland


12.10.2017 21:25 |
Preis: 49,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo und guten Abend,

der untere Teil meines Grundstückes ist Grünland. (hessen) Es grenzt an eine Weide und dort ist es mit einem maroden Weidezaun/Stacheldraht abgegrenzt. Ich denke, der Zaun gehört dem Besitzer der Weide. Es gibt nur den einen Zaun auf der Grundstücksgrenze. Der alte Zaun kippt teilweise auf mein Grundstück, teilweise fehlen Pfosten. Ich finde es zum einen nicht akzeptabel mit der Motorsense in Resten von Stacheldraht hängen zu bleiben zum anderen dienten Büsche und ein paar Stauden, die ich gepflanzt habe, den Rehen als willkommene Futter-Abwechslung. Deshalb möchte ich, daß die Zaunreste entfernt werden ein Wildgatter errichten.

Außerdem sind keine Grenzmarkierungen zu finden. Deswegen hatte ich die Besitzer der Weide kontaktiert und gefragt, ob wir mal nach den Grenzsteinen schauen können, ob das mit dem Wildgatter ok wäre und sie mir vielleicht die Hälfte zumindest dessen, was ein neuer Weidezaun kosten würde, dazu tun würden.
Der Termin, den wir dafür vereinbart hatten, haben sie aber nicht wahrgenommen.

Was kann ich nun tun?

ist ein Wildgatter im Grünland überhaupt erlaubt? (Natürlich nur eingeschlagen - nicht einbetoniert.) Hinter meinem Grundstück sind Gärten. Also kann ein Wildwechsel eigentlich nicht das Thema sein. Kann die untere Naturschutzbehörde trotzdem an evtl. Paragraphen festhalten?

Ist es rechtlich ok, die Hälfte für einen neuen Weide-Zaun vom Besitzer der Weide zu verlangen? Oder ist der Pächter, fall es momentan einen gibt, verantwortlich? (Dieser hat zusätzlich einen Elektrozaun gesteckt, der ihm vermutlich "reicht". )

Wer ist für die Entfernung oder Instandsetzung des maroden Zaunes verantwortlich?

Was kann ich wegen der nicht auffindbaren Grenzsteine unternehmen?

Danke für Ihre Antworten!
Eingrenzung vom Fragesteller
13.10.2017 | 08:56
Sehr geehrte Ratsuchende,


verantwortlich für die Beseitigung des maroden Zaunes und der Errichtung eines neuen, ordnungsgemäßen Zaunes ist der Grundstückseigentümer (also nie ein Pächter oder Mieter, der allenfalls eine interne, nicht drittwirkende Verpflichtung haben kann).


Da hier aber Ungewissheit besteht, ob der Zauf auf Ihrem Grundstück (dann wären Sie verantwortlich), auf dem Grundstück des Nachbarn (dann wäre er verantwortlich) oder auf der Grenze (dann wären beide Grundstückseigentümer gemeinschaftlich bei Kostenteilung verantwortlich) steht, muss der Grundstücksverlauf durch Antrag beim Katasteramt geklärt werden.


Stacheldraht dürfte - vorbehaltlich besonderer Satzungen - aber immer unzulässig sein und ist vom Errichter zu beseitigen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 13.10.2017 | 09:39

Guten Morgen Herr Bohle,

vielen Dank für Ihre Antwort. Das hilft mir schonmal weiter.

Was heißt "eine interne - nicht drittwirkende Verpflichtung"? Daß der Pächter nur dem Verpächter verpflichtet ist, aber nicht mir als Nachbarn? In welchem Paragraphen steht das bitte?

Wer trägt die Kosten des Katasteramtes? Der Antragsteller - also ich?

Ist es möglich, daß ich, weil mein Zaun auf einem bebauten Grundstück verlaufen würde, das an ein Weidegrundstück grenzt, das mit dem Schlepper bearbeitet werden kann, nicht ohnehin 50 cm Abstand einhalten muss? Das zumindest habe ich im hessischen Nachbarschaftrecht nachgelesen. Dann hätte sich der Streit um den alten Zaun ja eh erledigt.

Danke für Ihre Erklärung und freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.10.2017 | 09:44

Sehr geehrte Ratsuchende,


es gibt keinen Vertrag zulasten Dritter, so dass nur Vertragsparteien untereinander sich verpflichten können. Das bedeutet, der Pächter kann (vertraglich) ausschließlich gegenüber dem Verpächter verpflichtet sein, mehr aber auch nicht.


Die Kosten des Kastaeramtes tragen bei unklarem Grenzverlauf beide Grundstückseigentümer gemeinsam.


Die letzte Frage ist keine nutzungsbedingte Nachfrage, sondern eine neue, abweichende Frage, so dass die Beantwortung nach den einzuhaltenden Nutzungenbedingungen nicht möglich ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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