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Zusendung unbestellter Artikel bei Online-Bestellung

| 16.08.2016 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


22:16

Zusammenfassung:

Kein Zahlungsanspruch bei einer Falschlieferung im Onlineversand.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe online ein Jackett bestellt. Da es vom Schnitt her nicht passte habe ich den Online-Shop telefonisch kontaktiert um es gegen ein anderes Modell umzutauschen. Mir wurde ein anderes Modell empfohlen, ich habe dem zugestimmt, auf dem Retourenschein das neue Jackett angeben und es zurückgeschickt.

Da ich berufliche Dinge auswärts zu erledigen hatte und das neue Modell unerwartet spät per Post geliefert wurde, hatte ich mir zwischenzeitlich ein anderes Jackett besorgt, das Paket vom Nachbarn eilig entgegen genommen und dann war ich weg. Leider habe ich das Paket vergessen und erst letzte Woche ausgepackt. Dabei stellte ich fest, dass zusammen mit dem neuen Modell das alte Modell nochmals geliefert wurde nur in einer anderen Größe.

Der Online-Shop möchte nun beide Modelle bezahlt haben, da die Widerrufsfrist abgelaufen ist und der Retourenschein angeblich falsch interpretiert wurde. Dort steht nur alte Artikelnummer -> neue Artikelnummer.

Ich fühle mich an eine Drückerkolonne errinnert und möchte das zweite Jackett nicht bezahlen, da ich es ausdrücklich nicht bestellt habe auch wenn ich die Widerrufsfrist verschlafen habe. Muss ich das unter den oben genannten Umständen trotzdem tun?

Vielen Dank.

16.08.2016 | 21:14

Antwort

von


(1412)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 0176/61732353
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Das erste Jacket wurde nach Ihren Angaben innerhalb der Widerrufsfrist zurückgesendet. Da Sie Ihre Willenserklärung auf Abschluss eines Kaufvertrages wirksam widerrufen haben, ist der Kaufvertrag nicht wirksam zustande gekommen. Ein Kaufpreis wird daher nicht geschuldet.

2. Hinsichtlich des zweiten Jackets haben Sie dies zusammen mit dem Reourenschein bestellt. Die Widerrufsfrist ist, ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung vorausgesetzt, bereits abgelaufen.

3. Allerdings kommt es auf einen wirksamen Widerruf nicht an, wenn eine Falschlieferung vorliegt. Denn in diesem Fall wurde die Verpflichtung aus dem Kaufvertrag nicht ordnungsgemäß erfüllt. Sie haben aufgrund der Lieferung eines falschen Jackets Anspruch auf Lieferung des bestellten Jackets. Inwieweit eine Interpretation des Retourenscheins hier möglich ist vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte aber auf dem Retourenschein ein anderes Jacket angegeben worden sein, als dass das geliefert wurde, besteht mangels Erfüllung des Lieferungsanspruches kein Anspruch auf eine Kaufpreiszahlung.

4. Sollte der Verkäufer im Verlauf des Bestellvorgangs das richtige Jacket liefern, besteht hier widerum ein Widerrufsrecht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Rückfrage vom Fragesteller 16.08.2016 | 21:41

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Um Mißverständnisse zu vermeiden. Das korrekt umgetauschte Jackett wurde zusammen mit einem ausdrücklich nicht bestellten Jackett vor mehr als 14 Tagen geliefert. Das falsche Jackett muss ich also definitiv nicht bezahlen.
Vielen Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.08.2016 | 22:16

Vielen Dank für die Rückmeldung und Klarstellung.

Das falsche und nicht bestellte Jacket ist zurückzusenden und nicht zu bezahlen. Es handelt sich um eine nicht bestellte Lieferung, so dass hier keine Zahlungspflicht begründet wird.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.08.2016 | 15:43

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