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Zusendung einer Auftragsbestätigung = Auftrag ?


| 08.10.2007 00:38 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Person(A)hat ein Mietshaus. Seit einem Jahr wohnt ein Paar (B) in seinem Haus. Vor ca. 3 Monaten drückten B der Person A ein paar Photos in die Hand mit Beanstandungen wie Fliesen in der Küche fehlen, 2 Lichtschalterabdeckungen fehlen etc. Es wurde keine schriftliche Mängelanzeige bis heute gemacht. Im Wohnungsübergabeprotokoll (1 Jahr alt) waren nur die Fliesen vermerkt. Alles andere war als in Ordnung unterzeichnet worden von B (Ehemann hat unterzeichnet). Person A wollte kulant sein und hat - auf Anfrage von B - zugestimmt, dass dessen Schwager(C) die Arbeiten durchführen kann, wenn er mit 500€ inkl. Material einverstanden sei(mit Rechnung). Vor ein paar Tagen erhielt A ein Angebot mit Datum 01.10.2007 und gleichzeitig eine Auftragsbestätigung mit Datum vom 01.10.2007. Der Preis war hier ca.1500€. Unabhängig vom Preis so wie unbekannte Arbeiten, wurden hier Materialien mehrmals und überhöht aufgelistet, ebenso wie 4 Anfahrten und Lakier- und Elektorarbeiten, die meines Wissens gar nicht von einem nicht ausgebildeten Handwerker ausgeführt werden dürfen. Person C meinte, weil das Streichen einer Metalltürzarge nicht gut aussieht mußte er alle streichen und außerdem habe er alle Arbeiten schon fast fertig.
Person A meinte daraufhin, dass er dazu keinen Auftrag erteilt hätte und deshalb auch nicht bereit wäre die Kosten zu tragen. Unter Zeugen wurde damals von A gesagt, dass er bereit wäre, 500€ inkl. Material für bestimmte Arbeiten auf Rechnung zu zahlen und nur dann, wenn C einverstanden sei, könne er die Arbeiten ausführen. C hatte sich erst wieder durch die Zusendung des Angebotes und der Auftragsbestätigung in Erinnerung gebracht.

Meine Fragen sind:
- Ist hier ein Vertag bzw. Auftrag zustande gekommen?
- Muss generell bei Zusendung einer Auftragsbestätigung eines
nicht vergebenen Auftrages ein schriftlicher Widerspruch
erfolgen oder ist es besser die ganze Angelegenheit laufen zu
lassen, da es keine schriftlichen Zusagen gibt?
- Dürfen Angebot und Auftragsbestätigung das gleiche Datum haben
und in einem Briefumschlag versandt werden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres EInsatzens will ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Ihre Primärfrage geht dahin, ob ein Vertrag hinsichtlich Reparaturarbeiten zwischen den Personen A und C zustandegekommen ist.

1.
Zunächst ist nach dem BGB für einen Vertrag erforderlich, dass 2 übereinstimmende Willenserklärungen vorliegen (Angebot und Annahme).

2.
In Ihrem Sachverhalt heißt es:
"Person A wollte kulant sein und hat - auf Anfrage von B - zugestimmt, dass dessen Schwager(C) die Arbeiten durchführen kann, wenn er mit 500€ inkl. Material einverstanden sei(mit Rechnung). Vor ein paar Tagen erhielt A ein Angebot mit Datum 01.10.2007 und gleichzeitig eine Auftragsbestätigung mit Datum vom 01.10.2007. Der Preis war hier ca.1500€."

Es ergibt sich daraus folgendes; ein persönlicher Kontakt A und C hat nicht stattgefunden. A hat über B als Vermittler bzw. Bote ein Angebot abgegeben, dass C die Arbeiten für 500,00 EUR ausführen könne.
B hat dieses Angebot aber nichtr angenommen, statt dessen hat er ein neues Angebot abgegeben, zu einem Preis von 1.500,00 EUR.

3.
Aus dem BGB ergibt sich, dass eine Annahme eines Angebotes, verbunden mit Ändeurngen als neues Angebot gilt.

So liegt des Fall hier, denn es wurden wesentliche Merkmale des Angebotes verändert, nämlich der Preis.

4.
Zusammenfassend ist hier kein Vertrag und auch kein Auftrag zustande gekommen. Es wurde sich schließlich nicht über die wesentlcihen Vertragsbestandteile geeinigt.

Es wurde allenfalls ein Angebot über einen Vertrag für Reparaturen zu einem Preis in Höhe von 500,00 EUR abgegeben, und zwar von A. Dieses Angebot hat C aber nicht angenommen, sondern statt dessen ein neues Angebot abgegeben, welches A aber nicht abgegeben hat.

Ein schriftlicher Widerspruch ist nicht notwendig.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an mich.

Mit freundlichen Grüßen

RAQ Alexander Boos
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