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Zuschlagstermin bei Zwangsversteigerung


14.05.2018 13:56 |
Preis: 48,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

in einer Zwangsversteigerung war ich Höchstbietender. Der Zuschlagstermin wurde, aufgrund eines vorherigen Einspurchs des Schuldners, auf 5 Wochen später verschoben. Kurz vor dem Zuschlagstermin erhalte ich nun eine Nachricht, dass der Termin aufgehoben wurde und wieder verschoben wird. Meine 2 Fragen hierzu:

1. Da ich durch die ständige Zuschlagsterminverschiebung auch in der Luft hänge hätte ich gerne gewußt, bis zu welchem Zeitrahmen eine solche Verschiebung für den Höchstbietender hinnehmbar ist?

2. Kann ich durch die erneute Verschiebung des Zuschlagstermins Einspurch einlegen?
14.05.2018 | 15:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich können Sie, wenn das Gericht im Wege eines Beschlusses entschieden hat (Regelfall), hiergegen Beschwerde einlegen (Frist zwei Wochen nach Zustellung). Als Begründung können Sie ausführen, dass kein Grund ersichtlich ist, der eine solche Entscheidung rechtfertigt. Hier muss das Gericht dann dazu Stellung nehmen, da ein Verschieben länger als vier Wochen in der Regel nicht statthaft ist.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2018 | 11:51

Sehr geehrter Herr Dr. Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Eine Nachfrage hierzu: gemäß des Urteils des BGH, Az.: V ZB 141/15 darf ein Termin zur Verkündung der Zuschlagsentscheidung nur in zwingenden Gründen verlegt oder vertagt werden. Ein Zeitraum von 6 Wochen genüge hierbei um eine Entscheidungsentscheidung des Prozessgerichtes herbeizuführen.

Nach meinem Einspruch zur Verschiebung des Zuschlagstermins (wie von Ihnen empfohlen) hat mir das Amtsgericht geantwortet und nun tatsächlich noch den Zuschlagstermin erneut um weitere 5 Wochen verlegt. Somit könnte ich erst 10 Wochen nach dem Versteigerungstermin eine Zuschlagsentscheidung erhalten (falls es dann auch stattfinden sollte). Grund ist hierbei, dass die Akten noch beim Landgericht sind und die Rechtspflegerin keine Zuschlagsentscheidung machen kann.

Der Einspruch hat somit rein gar nichts gebracht. Gibt es denn keinen Schutz für den Höchstbietenden gegen so ein Handeln? Muss ich das wirklich so hinnehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2018 | 13:57

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie könnten hierbei noch eine Dienstaufsichtsbeschwerde erheben und sodann, falls Sie Nachteile erlitten haben sollten, die Amtshaftung geltend machen, sofern das Landgericht zu dem Urteil kommt, dass der Termin nicht hätte verschoben werden dürfen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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