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Zusatzvereinbarung Mietvertrag wg. Schimmel

10.05.2011 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


09:56
Sehr geehrte Anwälte,

aus leidgeprüfter Erfahrung habe ich meinen designierten Vermieter nach
Schimmelbefall in der neuen Wohnung befragt. Nach mehreren Sekunden Schweigens
am anderen Ende der Telefonleitung räumte dieser ein dass an einer Wand beim
Vormieter, hinter einem Schrank zwei Schimmelstellen in der Größe von etwa 20
x 50 cm entstanden seien, diese aber (fachmännisch?) beseitigt (saniert?)
worden seien.
Meine Frage ist dahingehend: Hier im Forum hatte ein
Fragesteller folgenden Zusatz zum Mietvertrag aufgesetzt:
----------------------------------------------------------------------
Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag vom 17.05.2008 zwischen

***

nachfolgend „Mieter" genannt

und

***

nachfolgend „Vermieter" genannt

Folgende Vereinbarung wird zwischen Vermieter und Mieter getroffen:

Der bisher aufgetretene Schimmel in der vom Mieter angemieteten Wohnung
(Adresse) wurde fachgerecht beseitigt.

Bei wiederauftretendem Schimmel verpflichtet sich der Vermieter diesen
fachgerecht beseitigen zu lassen und dies durch einen unabhängigen Gutachter
bestätigen zu lassen.

Etwaige Schadensersatzansprüche bleiben hiervon unberührt.
------------------------------------------------------------------------

Kann man einen solchen Zusatz rechtsverbindlich vom Vermieter unterzeichnen
lassen?
Und was ist wenn sich der Vermieter weigert ein solches Schriftstück zu
unterzeichnen?

Vielen Dank im Voraus für die Antwort


Mit freundlichem Gruß

10.05.2011 | 09:48

Antwort

von


(416)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Ratsuchender!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Sie können hier eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag hinsichtlich des Schimmelproblems schließen. Diese Zusatzvereinbarung sollte dann im Mietvertrag erwähnt werden, ein Hinweis auf die Zusatzvereinbarung genügt.

Fraglich ist jedoch, ob der Vermieter diese Zusatzvereinbarung unterzeichnen wird.
Sollte der Vermieter sich hier verweigern, können Sie ihn nicht zur Unterzeichnung zwingen.

Es bleibt Ihnen dann im Zweifel der mühsame Weg, bei Wiederauftauchen eines etwaigen Schimmelproblems Ihre Haftung auszuschließen.
Hierzu sollten Sie bereits vor Unterzeichnung des Mietvertrages dokumentieren, wo und wann der Schimmel aufgetaucht ist, bestenfalls mit Fotos.
Evtl. erhalten Sie vom Vermieter auch Angaben darüber, wer den Schimmel beseitigt hat.

Im Zweifel können Sie dann nachweisen,dass eben bereits ein Schimmelproblem bestand und dies wieder aufgetaucht ist.

Der Vermieter wäre bei Unterzeichnung der Zusatzklausel jedenfalls daran gebunden.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2011 | 13:43

Sehr geehrte Ratgebende :-)

vielen Dank für Ihre Auskunft.

Lediglich an einer Stelle stellt sich mir noch eine
Frage:

Zitat:
"Es bleibt Ihnen dann im Zweifel der mühsame Weg, bei Wiederauftauchen eines etwaigen Schimmelproblems Ihre Haftung auszuschließen."

Wie formuliere ich dies bzw. wie ließe sich das in bereits erwähnter Zusatzklausel integrieren?

Mit freundlichem Gruß

W.R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2011 | 09:56

Sehr geehrter Ratsuchender!

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:
Die Haftung können Sie nur dann ausschließen, wenn Ihnen kein Verschulden nachzuweisen ist.
Vermieter reagieren auf Anzeige von Schimmelbefall in Wohnungen zumeist mit der pauschalen Ausrede, der Mieter habe nicht genug gelüftet, usw.
Durch Dokumentation der Stelle, an der der beseitigte Schimmelbefall bestand, noch vor Einzug in die Wohnung und Dokumentation der Aussage des Vermieters können Sie den Nachweis fehlenden Verschuldens im etwaigen Fall einer erneuten Schimmelansammlung evtl. leichter führen.

In die Klausel sollte aufgenommen werden, wo und wann der Schimmel zunächst aufgetreten und wie und von wem er beseitigt worden ist.
Eine Haftungsfreistellung wird der Vermieter wohl nicht unterschreiben, da ja durchaus auch tatsächlich der Mieter durch z.B. schlechtes Lüftungsverhalten Schuld tragen könnte.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.


Mit freundlichem Gruß,
Türk
Rechtsanwältin

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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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