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Zusatzfrage zu meiner schon gestellten


| 22.05.2007 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Anwälte,



mein Stuerberater will nun wieder, dass ich zu ihm komme und die Steuererklärung unterschreibe.
Ist dies so richtig, muss ich dies so tun, damit dies beim Finanzamt eingereicht werden kann oder kann ich dies unter Vorbehalt unterschreiben ???
Mein Steuerberater hat in der Vergangenheit schon einige Fehler gemacht und ich will nicht, dass ich mit dieser Unterschrift die Schuldsache in irgendeiner Form abtrete.
Auf Nachfrage teilte mein Steuerberater mit, dass ich dies unterzeichnen müsse, sofort bezahlen muss, da sionst die Steuererklärung nicht ans Finanzamt weitergeleitet werden kann und ich muss zudem bestätigen, dass ich zusichere alles mit reinem Gewissen bei meinem Steuerberater abgegeben habe, also das die Angaben so stimmen.

Ist diese Vorgehensweise wirklich richtig oder raten sie mir hier nicht doch, anders zu verfahren ???

Meine Frage nun, ist dies quasi eine Art Ankerkenntnis, dass der Steuerberater alles richtoig gemacht hat und ist dies zwecks Weiterleitung Finanzamt soiweos erforderlich ?
Zusätzlich ist es so, dass ich jedes mal, wenn ich dort vorstellig werde, mir gleiuch die Abrechnung in die Hände gedrückt wird mit dem freundlichen Hinweis diese umgehenst zu bezahlen, ist dies rechtens ? und habe ich nicht das Recht erst einmal abzuwarten, bis das Finanzamt die Arbeiten meines BEraters für gut befunden hat, bevor ich überhaupt irgednwas zahlen muss ?
Denn wenn ich dies bezahle und hinterher Fehler seitens vom Finanzamt festgestellt werden und ich haftbar gemacht werde, kann ich die Schadensersatzforderung ja schlecht mit der Rechnung verrechnen, die ich ja schon voirher bezahlen musste!!!


Danke

-- Einsatz geändert am 22.05.2007 12:16:40
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Der Steuerberater ist angehalten die Steuererklärung durch Sie unterschreiben zu lassen, denn nur dann kann er diese bei dem Finanzamt einreichen. Ein Unterschrift unter Vorbehalt der Richtigkeit ist dabei nicht zulässig. Eine Unterzeichnung der Steuererklärung durch den Steuerberater ist ebenfalls nicht zulässig. Eine Abtretung oder Anerkenntnis der Schuldfrage ist damit nicht verbunden. Der Steuerberater verpflichtet sich gerade Ihnen gegenüber bei der Durchführung des Auftrages, dass er diese mit der erhöhten Sorgfaltspflicht ausübt. Insoweit ist der angehalten entsprechende Fehler zu vermeiden, da er ansonsten hierfür in die Haftung gerät und eigens dafür eine Haftpflichtversicherung abschließen muß.

Die Zahlungsbedingungen des Steuerberater sind zulässig. Sicherlich ist die Bezahlung als Voraussetzung der Abgabe der Steuererklärung in einem entsprechenden Vertrauensverhältnis nicht gerade üblich, allerdings beugt der Steuerberater entsprechenden Zahlungsausfällen vor, was allerdings auch dazu führen kann, dass Mandanten mit dieser Vorleistung nicht einverstanden sind und den Steuerberater wechseln, wie auch in Ihrem Falle. Hierbei sind auch die Allgemeinen Bedingung für Steuerberater zu beachten, die u.a. entsprechen Regelungen zur Zahlung der Vergütung enthalten. Diese sollten Ihnen zu Beginn der Auftragsverhältnisses ausgehändigt worden sein.

Das Finanzamt wird die Steuererklärung, die durch Ihren Steuerberater erstellt wurden, nicht für gut befinden können, sondern eine entsprechende Prüfung vornehmen, ob die Steuererklärung mit geltendem Recht vereinbar ist. Insoweit gehen die Interessenlagen von dem Steuerpflichtigen und dem Finanzamt hinsichtlich der Steuerbelastung auch auseinander.

Eine Überprüfung der Steuererklärung ist auch im Nachhinein möglich. Soweit Sie Ihren Steuerberater wechseln, kann dieser dann die Steuererklärungen auf entsprechende Richtigkeit überprüfen, so dass die dann geleistete Honorarzahlungen zurückfordern könnten, falls eine Falschberatung vorgelegen hat und sich hieraus eine entsprechende Steuerbelastungen ergeben. In den allgemeinen Auftragsbedingungen für Steuerberater ist zudem noch mal auf die Haftung der Steuerberater hingewiesen.

Soweit Sie einen neuen Steuerberater beauftragen möchten, sollten Sie die Allgemeinen Auftragsbedingungen beachten und die Zahlungsmodalitäten im Vorfeld klären.

Im Rahmen der elektronischen Übertragung von Steuererklärungen mittels Elster an das Finanzamt besteht die Möglichkeit, dass der Steuerberater diese als Steuerbevollmächtigter überträgt, so dass eine Unterschrift durch Sie entbehrlich ist. Allerdings nur, soweit der Steuerberater dies praktiziert.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen. Im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
Bewertung des Fragestellers 20.11.2008 | 01:04


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