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Zusatzblende an der Sonnenblende


16.01.2006 01:48 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Da ich gerade zu dieser Jahreszeit viel Auto fahre blendet mich die Sonne schon um 13 Uhr, da sie ganz niedrig steht. Eine Sonnenbrille mag ich nicht tragen.

Ich möchte gern an die Sonnenblende eine zusätzliche verspiegelte Blende anbringen, durch diese ich dann gucken kann und es nicht so hell ist.

Der Nachteil, wenn mich jemand fotografieren möchte klappt das dann nicht mehr, da er gegen einen vergrößerten Sonnenschutz blitzt. Auch bei Radarkontrollen hätte man mein Bild nicht mehr.

Verstößt das Verlängern einer Sonnenblende bzw. das Herunterklappen einer verspiegelten Zusatzblende gegen das Vermummungsverbot von Helmut Kohl weil man dann keine Radarfotos mehr von mir schießen kann?

Ich habe es mal probiert. Man sieht prima durch, ist nicht mehr geblendet und die Verkehrssicherheit bleibt gewahrt.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

das Vermummungsverbot ist hier nicht der zutreffende Ansatz, sondern die StVZO.

Danach bedürfte die von Ihnen beabsichtigte Zusatzeinrichtung einer AGB-Nummer. Eine solche wird diese Einrichtung aber vorraussichtlich nicht haben, da sie verspiegelt ist.

Möglich ist es zwar, Blendschutzstreifen anzubringen. Dieses ist aber nur am oberen Rand der Scheibe zulässig.

Das Problem ist hier in der Tat, dass diese Zusatzeinrichtung verspiegelt ist.

Achten Sie daher beim Kauf auch einer nicht verspiegelten Zusatzblende unbedingt auf die AGB-Nummer. Ist eine solche vorhanden, fragen Sie dennoch beim TÜV nach, ob das Anbringen auch an Ihrem Fahrzeug zulässig ist, damit Sie keine Nachteile haben.

Sie werden daher zumindest auf die verspiegelte verzichten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2006 | 19:58

Welches Strafmaß, welcher Verstoß?

Was könnte die Strafe sein, wenn ich meine beschriebene extrem "vergrößerte verspiegelte Sonnenbrille" nicht auf der Nase trage sondern an der Sonnenblende befestige und jegliche Radarfotos dadurch unbrauchbar werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.01.2006 | 20:06

Jeder Richter wird Ihnen dann einen Vorsatz -vielleicht nicht zu unrecht- unterstellen, wobei Sie dann mit erheblichen Strafen zu rechnen hätten.

Die genaue Höhe hängt von möglichen Voreintragungen ab, kann also nur spekuliert werden. Rechnen Sie aber schon einmal mit mindestens mit einem dreimonatigen Fahrverbot, was auch leicht auf ein Jahr verlängert werden kann.

Also nochmals in aller Deutlichkeit: Alles was die Frontscheibe, Seitenscheibe Fahrer und/oder Beifahrer betrifft ist ohne VORHERIGE TÜV abnahme zu unterlassen, wollen Sie nicht zu Fußgänger werden.

Gerade in letzter Zeit hat sich die Rechtsprechung (siehe Todesfahrer) hier eindeutig zu Lasten des Fahrers gewendet.

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