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Zusammenzug nach Heirat / Werbungskosten

| 25.05.2013 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Im letzten Jahr im Mai haben meine Frau und ich geheiratet. Zu diesem Zeitpunkt hat meine Frau in Stadt A gewohnt und ich in Stadt B. In diesen Städten waren wir jeweils beruflich tätig. Meine Frau hatte ihren Hauptwohnsitz in A, ich meinen Hauptwohnsitz in B. Nebenwohnsitze hatten wir nicht angemeldet. Weder war ich an den Mietkosten meiner Frau in A beteiligt noch sie an meinen in B. Dieser Zustand hielt nach der Heirat ein paar Monate an, bis ich eine neue Stelle in A angetreten habe. Wir sind in A in eine neue gemeinsame Wohnung gezogen.

Zu diesem Fall habe ich jetzt folgende Fragen für die Steuererklärung

1. Ist es möglich, für die Zeit zwischen Heirat und Zusammenzug doppelte Haushaltsführung geltend zu machen? (Man könnte sagen, dass unser Familienwohnsitz eher in Stadt A war. Unsere Wochenenden haben wir aber öfter auch mal in B verbracht haben.)

2. Kann ich die Umzugskosten von B nach A, wo ich eine neue Stelle angetreten habe, geltend machen?

25.05.2013 | 11:54

Antwort

von


(248)
Blücherstraße 64
25336 Elmshorn
Tel: 041217891138
Web: http://www.anwalt-domke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

1. Grundsätzlich ist die doppelte Haushaltsführung auch in Ihrem Fall abzugsfähig, allerdings hat der BFH nunmehr enge Voraussetzungen vorgegeben, vgl.BFH Urteil vom 05. Oktober 2011, Az: VI B 58/11 . Sie müssen die Zweitwohnung am Arbeitsort ausschließlihc zu beruflichen Zwecken nutzen. Sie sollten also nicht dauerhaft gemeinsam in der Zweitwohnung sein und regelmäßig die Erstwohnung aufsuchen. Auch eine Meldebestätigung kann unter Umständen von dem Finanzamt verlangt werden.

2. Umzugkosten können Sie dann steuerlich geltend machen, wenn der Umzug beruflich bedingt war. Das FG Düsseldorf hat hier ein für Sie passendes Urteil gefällt: „Das im Rahmen eines beruflichen Arbeitsplatzwechsel/Wohnungswechsels zeitgleich mit dem neuen Lebensgefährten/Ehepartner erstmals ein gemeinsamer Haushalt begründet wird, steht dem steuerlichen Werbungskostenabzug nicht entgegen."(FG Düsseldorf, 06.09.1977, XV/X 232/74).
Insofern ist hier eine steuerliche Geltendmachung möglich.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:



Rechtsanwältin Maike Domke

Rückfrage vom Fragesteller 27.05.2013 | 22:55

Sehr geehrte Frau Domke,

vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Antwort. Eine kurze Rückfrage habe ich noch: Sie schreiben, dass das Finanzamt unter Umständen eine Meldebescheinigung verlangen kann. Meinen Sie damit eine Meldebescheinigung von mir in Stadt A für die Zeit zwischen Umzug und Zusammenzug? Wenn ich eine solche nicht habe (Stadt B war in der Zeit von Heirat bis Umzug mein Hauptwohnsitz und einziger Wohnsitz) kann ich dann die doppelte Haushaltsführung nicht in der Steuererklärung angeben?

Herzlichen Dank vorab,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.05.2013 | 23:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ja, unter Umständen auch das, in erster Linie aber die Meldebestätigung am Arbeitsort.

Wenn Sie "nur" einen Hauptwohnsitz hatten, wird es schwierig. für die Anerkennung der doppelten Haushaltsführung durch Ihr Finanzamt sind eben ZWEI Wohnungen nötig, klassischerweise ein Hauptwohnsitz sowie ein Zweitwohnsitz am Ort der Berufstätigkeit. Wenn das nicht gegeben ist, liegt doppelte Haushaltsführung im einkommenssteuerrechtlichen Sinne nicht vor. Sie könnten aber u. U. die Fahrtkosten als Werbungskosten geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin-

Bewertung des Fragestellers 28.05.2013 | 22:42

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.05.2013
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