Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.015
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zusammenstoß bei Einfahrt in Garage


| 28.03.2005 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Folgende Grundsituation zur besseren Darstellung:
Ich stand rechts blinkend und mit eingelegtem Rückwärtsgang auf der Hauptverkehrsstraße und hatte den Rückwärtsgang eingelegt, um rückwärts 90 Grad nach rechts in meine Garageneinfahrt zurückzustoßen.
Das Fahrzeug mit dem ich später zusammengestoßen bin, stand zu der Zeit vor dem Haus und behinderte meine Einfahrt in die Garage noch nicht. Vor dem Haus befinden sich zwei PKW-Stellplätze, auf dem die PKW´s parallel zur Hauptstraße stehen. Auf einem der beiden stand der gegnerische PKW, die Garage, in die ich einfahren wollte, ist neben dem Haus angebaut.

Problem:
Als ich bei einer genügend großen Lücke im fließenden Verkehrs der Hauptstraße und freiem Gehweg rückwärts in meine Garageneinfahrt zurücksetzen wollte, rollte der Fahrer des anderen Fahrzeugs ebenfalls an und wollte die gleiche Verkehrslücke zum Einfädeln in den Verkehr nutzen.
Beim Rückwärtsfahren beobachtete ich den Gehweg in beiden Richtungen über direkten Blickkontakt bzw. über den rechten Außenspiegel wegen möglicher Radfahrer oder Fußgänger. Als ich dann das gegnerische Fahrzeug im linken Außenspiegel sah und sofort erkannte, daß es viel zu nah war, war es schon zu spät, denn im gleichen Moment prallte ich mit meinem linken hinteren Fahrzeugeck beim Unfallgegner mitten in die Frontpartie.

Es stellte sich beim anschließenden Gespräch heraus, daß er nicht wußte, wohin ich fahren wollte, da er mein Auto noch nicht kannte, er wohnte erst seit einigen Wochen im gleichen Haus und hatte mein Fahrzeug noch nie zuvor gesehen.
Kurz nach dem Unfall gab er noch an, daß er sein Fahrzeug vor dem Zusammenprall noch nicht bewegt habe, der Motor wäre noch nicht gestartet gewesen. Da ich dieser Aussage jedoch mißtraute (aufgrund der Fahrzeugposition zum Unfallzeitpunkt mußte er seinen PKW bereits bewegt haben) befragte ich einen Nachbarn, der alles beobachtet hatte.
Dieser konnte mir bestätigen, daß der Gegner bereits angerollt sei und dann gebremst habe, als ich rückwärts anfuhr. Rückwärts sei er aber lt. Aussage meines Nachbarn nicht mehr gefahren, um mir eine Einfahrt zu ermöglichen, dadurch kamm es dann zu dem Zusammenstoß.

Meine Frage:
Inwieweit habe ich Aussichten, daß der Unfallgegner eine Teilschuld an dem Unfall bekommt, wie hoch könnte diese ausfallen und was könnte mir eventuell neben dem Schaden am Fahrzeug passieren, wenn die Sache vor Gericht geht (könnte der Richter evtl. an meinem Verhalten etwas finden, das bei einem Prozeß auf mich zurückfallen könnte ?)

Wenn Sie zur Beantwortung der Frage eine kurze Übersicht der räumlichen Gegebenheiten brauchen, ich habe eine Unfallskizze im JPG-Format parat zum mailen.

Vielen Dank schon mal für die Einschätzung.

Mit freundlichen Grüßen

Ein Ratsuchender, der hofft, nicht ganz alleine an dem Unfall schuld zu sein.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Zunächst gilt in dem von Ihnen geschilderten Fall § 9 Absatz 5 StVO. Danach obliegt dem Fahrer eines rückwärtsfahrenden PKW eine erhöhte Sorfaltspflicht. Dies bedeutet im Falle einer Kollision während des Rückwärtsfahrens, dass der Rückwärtsfahrende grundsätzlich für die Schäden aufzukommen hat, welche währende des rückwärtigen Rangierens entstehen. Dies gilt allerdings nur für den fließenden und nicht für den ruhenden Verkehr.

Ich verweise hierzu auf ein Urteil des OLG Stuttgart, Az: 1 Ss 182/04.
Danach hat der PKW Fahrer im ruhenden Verkehr die ganz normale Sorfaltspflicht eines jeden Verkehrsteilnehmers.

Nach Ihrer Schilderung ist davon auszugehen, dass sich der Unfall im ruhenden Verkerhr ereignet hat.

Dennoch wird Ihnen im Zuge der Klärung der Schuldfrage sicherlich vorgeworfen werden, dass Sie den im Wege stehenden PKW des Nachbarn hätten erkennen müssen und sodann ein Abbremsen hätten veranlassen müssen. Es wird hier vom Nachbarn nicht verlangt, dass dieser seinen PKW zurücksetzt, um Ihnen die Einfahrt zu ermöglichen, zumal dieser nach Ihren Angaben nicht wusste, dass Sie in Ihre Garage einfahren wollten.

Nach Ihren Angaben und den Beobachtungen des Zeugen stand das Fahrzeug des Nachbarn, als es zur Kollision kam. Sie werden daher nach der geschilderten Beweislage den Schaden am gegnerischen Fahrzeug wohl zumindest zu 70-80 % zu tragen haben.

Die restlichen 20-30 % hat der Unfallgegener als sog. Haftung aus der Betriebsgefahr seines PKW zu tragen.

Es könnte im Weiteren ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen § 1 Absatz 2 StVO eingeleitet werden. Dies wegen dem Unfall im ruhenden Verkehr beim rückwärts Einrangieren.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle Antwort, kurz und treffend formuliert.
Vielen Dank. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60065 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Anwalt hat meine Fragen ausführlich beantwortet und mir weitere Aspekte aufgezeigt, die ich dringend mit meinem Anwalt besprechen muss. Vielen Dank. Dass mein Rechtsempfinden leider ein anderes ist, als die tatsächliche ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausführliche Beantwortung aller Fragen. Keine Allgemeinplätze, sondern konkrete Informationen und Erläuterungen. Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise der Bearbeitung! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
RA war sehr deutlich und sehr gut verständlich ...
FRAGESTELLER