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Zusammenlegung von Eigentumswohnungen

28.11.2006 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin Besitzerin einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhauskomplex mit ca 92 Wohneinheiten. Jetzt ist die Wohnung unter mir frei geworden und ich würde diese gerne kaufen und mit meiner Wohnung mittels Deckendurchbruch zusammenlegen. Brauche ich dazu die Genehmigung aller Wohnungseigentümer oder kann ich das umgehen, indem ich die Wohnungen im Grundbuch zu einer Sondereinheit zusammenlegen lasse? Die bauliche Veränderung betrifft keine tragende Wand und ist von außen nicht sichtbar.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich stellt ein Deckendurchbruch eine bauliche Veränderung dar, die einen einstimmigen Beschluss erforderlich macht, sofern in der Teilungserklärung keine andere Vereinbarung getroffen wurde.

Öffentlich-rechtlich ist die Zustimmung des Bauaufsichtsamts erforderlich, da auch die Statik des Gebäudes betroffen sein kann. Nach Ihrer Schilderung sind die Decken und nicht tragende oder nichttragende Wände betroffen.

Im Einzelfall müssen einzelne Eigentümer allerdings dann nicht zustimmen, wenn die bauliche Veränderung für Sie keinen Nachteil darstellt. In BGH NJW 2001, 1212 hat der BGH dementsprechend entschieden, dass ein Wand- oder Deckendurchbruch auch bei einem Verstoss gegen die Teilungserklärung keinen Nachteil im Sinne des § 22 WEG zwingend darstellen muss. Ein Nachteil wird dann ausgeschlossen sein, wenn kein vernünftiger Zweifel besteht, dass ein wesentlicher Eingriff in die Substanz des Gemeinschaftseigentums unterblieben ist, insbesondere keine Beeinträchtigung von Stabilität und Bestandsschutz gegeben ist.

Diesen Nachweis müssten Sie bezüglich dem von Ihnen gewünschten Deckendurchbruch führen, damit keine einstimmige Entscheidung erforderlich wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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