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Zusammenarbeit

| 02.02.2017 01:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Ein Mitarbeiter welcher unter Trunkenheit (mindestens oberhalb 1,8 Promille) am Steuer in Verbindung mit Fahrerflucht vor ca. 1 Jahr verurteilt wurde, wird nun zum Vorgesetzten mit Vorbildfunktion befördert. Selbiger wurde noch am Tatabend von zu Hause mit Handschellen von der Polizei abgeholt.
Wochen später verlor er zuzüglich seine Position als Objektleiter seinen Posten wegen Tolerierung von rassistischen Äußerungen anderer Mitarbeiter.
Muss ich auf Verlangen meines Vorgesetzten mit diesen Mitarbeiter zusammenarbeiten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider sehe ich wenig Möglichkeiten, sich hier erfolgreich zu weigern. Sollten Sie dies dennoch tun, so könnte dies als Arbeitsverweigerung angesehen werden, was zu Abmahnung und Kündigung führen kann.

Letztendlich bestimmt der Arbeitgeber, mit wem Sie in einem Team zusammenarbeiten. Dies entspricht dem allgemeinen Direktionsrecht.

Eine Weigerung kann nur in Ausnahmefällen zulässig sein, wenn eigene Rechte vorrangig sind. Dies kann im Einzelfall beispielsweise die Beeinträchtigung der Religionsausübung sein. Entsprechende Hinweise, dass hier eine Unzumutbarkeit im persönlichen Bereich vorliegt, vermag ich Ihrer Schilderung nicht zu entnehmen.

Nichtsdestotrotz sollten Sie mit dem Arbeitgeber sprechen, eine gute Führungskraft wird die Probleme ernst nehmen und nach einer Lösung suchen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 04.02.2017 | 00:33

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Stellungnahme vom Anwalt:
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