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Zusammen mit Job und Alg II


05.06.2017 13:19 |
Preis: 52,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.





Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne mit meiner Freundin zusammen ziehen. Sie bezieht den HARTZ 4 Regelsatz wohnt aber im 6. Stock, ohne Fahrstuhl. Das Problem ist dass ich durch einen Unfall einen GdB von 90 habe.

Mein Gehalt beträgt 1.700,00 € brutto.

Bekommt Sie trotz meiner Behinderung und dem damit verbundenem Mehraufwand kein Hartz 4 mehr?

Sollten wir rechtliche Schritte einleiten falls dies der Fall ist?

Mit freundlichen Grüßen

Anonym
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sobald Sie mit Ihrer Lebensgefährtin zusammen ziehen, bilden Sie eine so genannte Bedarfsgemeinschaft nach Paragraph 7 Abs. 2 SGB II.

Das bedeutet, dass das gesamte Einkommen der Bedarfsgemeinschaft im Rahmen der so genannten Horizontalbetrachtung berücksichtigt und auf beide Parteien aufgeteilt wird. Sollte dann noch ein Anspruch bestehen, hält die Bedarfsgemeinschaft aufstockendes Hartz IV.

Je nach Wohnort und dem damit verbundenen Wohnkosten, kann es durchaus sein, dass Ihre Bedarfsgemeinschaft, je nachdem wie hoch Ihr Nettoeinkommen ist, noch aufstocken des Hartz IV gezahlt wird.

Genaues kann dazu erst gesagt werden, wenn Ihnen der neue Leistungsbescheid vorliegt.

Allerdings ist bei Ihrer Bedarfsgemeinschaft zu berücksichtigen, dass, sobald eine Schwerbehinderte Personen in einer solchen Bedarfsgemeinschaft gibt, die Kosten der Unterkunft und Heizung höher sind, da schwer wieder die Person regelmäßig mehr Raum bedürfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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