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Zumutbar?

| 02.12.2010 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,

vor ca. 2 Wochen lebte ich noch von Harz4.
Am 19.11. hab ich eine Arbeitsstelle über eine Zeitarbeitsfirma hier in Regensburg gefunden.

Bin dann um 3.15 Uhr aufgestanden und wurde von einem Fahrdienst kostenlos abgeholt und zu meinen Einsatzort gefahren. Da der Fahrer noch andere Personen unterwegs mit auf nimmt, dauerte die gesamte Fahrzeit zu meiner Arbeit, ca. 70-80 min.

Gestern hab ich erfahren dass ich zu einem anderen Einsatzort müsste. Der Einsatz ist in Erding bei München. Ich hab mich über die Fahrzeit nach Erding von Regensburg informiert. Die Zeit liegt bei ca. 90 min. Fahrzeit.
Das würde dann ab morgen folgender maßen ablaufen:
Ich müsste normal um 3.15 Uhr auf stehen.
Der Fahrdienst würde mich wieder um 4.10 Uhr abholen.
Wir kämen dann um ca. 5.10 Uhr bzw. 5.20 Uhr bei meinen alten einsatzort an.
Dort ginge es dann um 5.30 Uhr mit einem neuen Fahrdienst weiter, Richtung Erding
Ankunft in Erding um ca. 7.00 Uhr
Arbeitsbeginn wäre dort um 7.30 Uhr
Die Arbeit geht dort bis 16.30 Uhr
Ich wäre dann also so um ca. 19.00 Uhr wider in Regensburg zu hause.
Müsste dann aber spätestens wider um 21.00 schlafen gehen, damit ich wieder fit für den nächsten Tag bin.

Ist das alles zumutbar???

Das Arbeitsamt sagt: JA…könnte froh sein eine Arbeit zu haben.

Der Einsatz in Erding geht bis Weihnachten.

Kann ich mich da irgendwie wehren??? Was kann ich tun? Muss ich mir das alles gefallen lassen???

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Vorab wäre zu klären, ob es Ihrem Arbeitgeber nach Ihrem Arbeitsvertrag überhaupt möglich ist, Sie vom bisherigen Einsatzort an einen viel weiter entfernten Ort zu schicken. Dies sollten Sie überprüfen. Ist im Vertrag ein Einsatzort genannt, so haben Sie dort zu arbeiten, nicht an einem anderen Ort. Da es sich hier aber um eine Zeitarbeitsfirma handelt, gehe ich fast davon aus, daß sich eine entsprechend großzügige Regelung zugunsten des Arbeitgebers findet.

Feste Regelungen, welcher Arbeitsweg bzw. welche Pendelzeit zumutbar ist und welche nicht, gibt es beim Bezug von ALG 2 nicht. Lediglich beim Bezug von Arbeitslosengeld (1) ist vorgesehen, daß ein Arbeitsweg von täglich höchstens 2,5 Stunden zugemutet werden kann.
Somit kommt es bei Ihnen auf den Einzelfall an. Nach Ihrer Schilderung liegt die einfache Wegzeit bei fast 3 Stunden. Es ist jedoch die reine Fahrzeit zu beachten. Ob Umwege gemacht werden, ist dagegen grundsätzlich nicht beachtlich. Somit wird schon seitens der Arbeitsagentur sicherlich die Meinung vertreten werden, daß lediglich eine Fahrtzeit von 90 Minuten einfach vorliegt. Dies wäre aber sicherlich noch zumutbar. Auch die Zeit, die Sie vom Aufstehen bis zur Abfahrt brauchen, ist „privat", zählt also nicht zur Dauer des Arbeitsweges dazu.

Vertreten Sie den Standpunkt, daß Sie ja auf den Fahrdienst angewiesen sind und somit die Fahrtzeit fast 3 Stunden beträgt, so können Sie natürlich der Arbeitszuweisung widersprechen. Das Widersprechen führt dann aber aller Voraussicht nach zu neuen Problemen. Denn zum einen werden Sie die bisherige Arbeit wohl verlieren, was Ihnen die Arbeitsagentur mit einer Sperrzeit quittieren dürfte, gegen die Sie sich dann wiederum wehren müßten. Zum anderen wird hier sicherlich argumentiert werden, daß diese lange Fahrtdauer ja nur kurzfristig ist und Sie danach wieder am normalen Arbeitsort arbeiten würden.

Sie sollten daher meines Erachtens nach zunächst abklären, wie die weitere Verwendung in der Firma aussehen wird. Hat sich das Thema „Erding" danach erledigt, so müßten Sie überlegen, ob es nicht besser wäre, die Arbeit nicht zu riskieren und ein paar Wochen die Strapaze auf sich zu nehmen. Ist dagegen zu befürchten, daß Sie auch in Zukunft solch weite Strecken auf sich nehmen müssen, so könnten Sie durchaus dem Arbeitseinsatz widersprechen. Sie sollten sich aber der genannten Konsequenzen bewußt sein; der Gang zum Anwalt wird dann kaum zu vermeiden sein, da die Arbeitsagentur sicherlich eine Sperrzeit verhängen wird.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.


Mit freundlichen Grüßen

Jochen Bauer
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2010 | 15:12

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Danke für die schnell Antwort!

Sie haben natürlich recht, im Arbeitsvertrag steht, dass ich Bundesweit und sogar im benachbarten Ausland eingesetzt werden kann.
Aber, ich habe momentan nur meine Einsatzanweisung für meinen letzten Einsatzort. Für meinen neuen Einsatz in Erding, hab ich noch nichts Schriftliches in den Händen. Alles wurde mir nur telefonisch mit geteilt.

Wahrscheinlich muss ich wirklich in den sauren Apfel beißen und die Strapazen auf mich nehmen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2010 | 15:21

Sehr geehrter Fragesteller,

leider ist es bei Zeitarbeitsfirmen häufig so, daß Sie hin- und herverschoben werden, ohne richtig informiert zu werden. Andererseits droht Ihnen aber sonst eine Sperre und somit eine Zeit ohne Einkommen. Daher kann ich Ihnen leider keinen anderen Rat geben.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Bauer
(Rechtsanwalt)



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Bewertung des Fragestellers 02.12.2010 | 15:31

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 02.12.2010 5/5,0
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