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Zulage für Praxisanleiter im Funktionsbereich

13.03.2019 12:34 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwälte,

ich arbeite seit 2002 als Krankenschwester in einem Krankenhaus im Zentral-OP. 2005 habe ich meine 2 jährige Weiterbildung zur Fachkrankenschwester im Operationsdienst abgeschlossen. 2006 kam der Praxisanleiter dazu. Aktuell bin ich in die Entgeltgruppe P9 nach TV EntgO Bund (Tarifvertrag über die Entgeltordnung des Bundes) eingruppiert.

Nun meine Frage:
Eine Krankenschwester die auf Station arbeitet, ohne Fachweiterbildung und ohne Praxisanleiter, bekommt P7. Mit dem Praxisanleiter, bekommt sie eine Höhergruppierung von einer Entgeltgruppe von P7 nach P8.
Warum bekommt man als Fachschwester-OP diese Aufstockung von einer Entgeltgruppe nicht?
Steht einer Fachschwester diese Höhergruppierung nicht zu? Falls dem so sein sollte, warum nicht?
Wo könnte ich Nachweise finden, warum man als Fachschwester keine Zulage für die Tätigkeit des Praxisanleiters erhält?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen A.K.
13.03.2019 | 17:58

Antwort

von


(7)
Martin-Hoffmann-Str. 13
12435 Berlin
Tel: 03053213330
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Für einen Höhergruppierungsantrag kommt es darauf an, ob Ihre Tätigkeit die Anforderungen erfüllt, die durch die Tätigkeitsmerkmale der jeweiligen Entgeltgruppe gefordert sind.

Grundlage einer Eingruppierung ist immer die (personenunabhängige) Stellenbewertung. Das heißt, enscheidend ist, welche Aufgaben Ihre Arbeitsstelle umfasst. Die Tätigkeit wird in Arbeitsvorgänge aufgeteilt und mit den tariflichen Anforderungen der Entgeltgruppen abgeglichen. Jeder Arbeitsvorgang wird jeweils für sich bewertet. Schließlich erfolgt eine Gesamtbewertung der Tätigkeit anhand der Arbeitsvorgänge, die zeitlich mindestens die Hälfte der Gesamtarbeitszeit des Beschäftigten ausmachen.

Auf Ihre Frage bezogen bedeutet das, dass es grundsätzlich darauf ankommt, welche Ihrer Qualifikationen konkret für die Tätigkeit Bedeutung haben, die Sie auf Ihrer Stelle überwiegend ausführen. Das heißt aber auch, dass es letztlich nicht darauf ankommt, welche Qualifikationen Sie besitzen, sofern diese nicht von überwiegender Bedeutung sind für die Tätigkeiten einer bestimmten Tarifgruppe.

Bei den Entgeltgruppen Pflege werden in die nächsthöhere Entgeltgruppe über der Entgeltgruppe P 9, d.h. in die Entgeltgruppe P 9 b eingruppiert (S. 231 des TV EntgO Bund, nichtamtliche Lesefassung):

Beschäftigte mit abgeschlossener Hochschulbildung und den Anforderungen der Protokollerklärung Nr. 7 entsprechender Tätigkeit sowie sonstige Beschäftigte, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben.

Das heißt Sie müssten überwiegend Tätigkeiten ausführen, bei der Sie Fähigkeiten und Erfahrungen einsetzen, die denen einer Hochschulausbildung und denen in Protokollerklärung 7 genannten gleichwertig sind (und müssten das im Zweifel beweisen).

Protokollerklärung Nr. 7 (S. 234) nennt als Anforderungen, denen die Tätigkeit entsprechen muss:

Die hochschulische Ausbildung befähigt darüber hinaus insbesondere a) zur Steuerung und Gestaltung hochkomplexer Pflegeprozesse auf der Grundlage wissenschaftsbasierter oder wissenschaftsorientierter Ent-scheidungen, b) vertieftes Wissen über Grundlagen der Pflegewissenschaft, des gesell-schaftlich institutionellen Rahmens des pflegerischen Handelns sowie des normativ-institutionellen Systems der Versorgung anzuwenden und die Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versor-gung dadurch maßgeblich mitzugestalten, c) sich Forschungsgebiete der professionellen Pflege auf dem neuesten Stand der gesicherten Erkenntnisse erschließen und forschungsge-stützte Problemlösungen wie auch neue Technologien in das berufliche Handeln übertragen zu können sowie berufsbezogene Fort- und Wei-terbildungsbedarfe zu erkennen, d) sich kritisch reflexiv und analytisch sowohl mit theoretischem als auch praktischem Wissen auseinandersetzen und wissenschaftsbasiert inno-vative Lösungsansätze zur Verbesserung im eigenen beruflichen Hand-lungsfeld entwickeln und implementieren zu können und e) an der Entwicklung von Qualitätsmanagementkonzepten, Leitlinien und Expertenstandards mitzuwirken.


Rechtsanwältin Dr. Stefanie Kremer

ANTWORT VON

(7)

Martin-Hoffmann-Str. 13
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Tel: 03053213330
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