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Zugewinngemeinschaft/Haus

| 10.05.2008 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Der Ehepartner (Mann) hat ein Haus vorzeitig geerbt. Dieses Haus wurde verkauft und das Ehepaar hat ein anderes Haus erworben. Mann hat sein Erbe eingesetzt und Frau geringfügigen Betrag zum Kauf dazugegeben. Alle Renovierungen sind finanziell geteilt worden. Mann steht alleine im Grundbuch. Wenn sich das Ehepaar trennen sollte, fallen dann die Renovierungen in den Zugewinn? Bitte eine Empfehlung.

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihre Frage lässt sich nicht pauschaliert mit ja oder nein beantworten.

Die Renovierungen finden insoweit Berücksichtigung, als dass dadurch der Wert des Hauses gestiegen ist und zum Zeitpunkt des Scheidungsantrages noch werterhöhend vorhanden ist.

Maßgeblicher Zeitpunkt für den Zugewinnausgleich ist die Stellung des Scheidungsantrages, sofern nicht durch Scheidungsfolgenvereinbarung vorher Gütertrennung vereinbart wird.

Ein Zugewinnausgleich erfolgt nach § 1378 Abs. 1 BGB wenn der Zugewinn des einen Ehegatten, den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt. Von dieser Differenz steht dem anderen Ehegatten die Hälfte zu.

Es erfolgt ein Vergleich von Anfangs- und Endvermögen.

Dem Anfangsvermögen des Mannes wird der Wert der Erbschaft gemäß § 1374 Abs. 2 BGB hinzugerechnet.

Dies gilt auch, wenn das zunächst geerbte Haus später verkauft wird. Der Wert ist eine reine Rechnungsgröße. Der ihn verkörperte Gegenstand verliert nach der Zuwendung grundsätzlich seine rechtliche Bedeutung.

Es kommt weder auf Wertänderungen noch auf hieraus erzielte Gewinne an.

Maßgeblich ist der Wert bei Zuwendung.

Durch den Kauf des neuen Hauses und der alleinigen Eintragung ins Grundbuch hat der Ehemann alleiniges Eigentum erworben und somit sein Vermögen vermehrt.

Sofern dieses zum Zeitpunkt des Scheidungsantrages noch vorhanden ist, stellt dieses dann eine maßgebliche Größe des Endvermögens dar.

Das Endvermögen ist gemäß § 1375 Abs. 1 BGB das Vermögen, das nach Abzug der Verbindlichkeiten dem Ehemann bei Beendigung des Güterstandes (Scheidungsantrag) gehört.

Sofern durch Sie wertsteigernde Aufwendungen auf das Haus unternommen wurden, finden diese in dem Wert des Hauses und somit beim Endvermögen Berücksichtigung.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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