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Zugewinngemeinschaft - Sind beim Nachlass alle Konten aufzuführen?


19.08.2007 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Guten Tag,
mein Vater ist verstorben und hat nach dem Tod meiner Mutter noch einmal geheiratet. Aus erster Ehe sind wir 2 Kinder. Die 2 Ehe ist Kinderlos. Es wurde kein Testament gemacht und in Zugewinngemeinschaft gelebt. Allerdings haben beide getrennte Konten geführt.
Folgende Fragen:
1. Sind beim Nachlass alle Konten aufzuführen, also auch die der Ehefrau, die nur auf ihren Namen laufen?
2.Was fällt alles unter den Nachlass, bei einem normalen Haushalt ohne Grundbesitz?
3.Hat der der 50% erbt, auch 50% der Beerdigungskosten zu tragen?
Schon mal vielen Dank für die Antwort

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

1. Es sind nur die Konto des Erblassers zu betrachten. Die Konten der Ehefrau bleiben unbeachtet. Allenfalls sind Geldbeträge zum Erbe hinzuzurechnen, die sich auf dem Konto der Ehefrau befinden und nachweislich zum Vermögen des Verstorbenen gehören.

2. Das gesamte Vermögen, Vermögensgegenstände, Schulden, Sachen, Gegenstände etc. gehören zum Nachlass. Der Ehefrau gebühren die zu einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung notwendigen Gegenstände gem. § 1932 BGB (sh. Anhang) als voraus.

3. Die Kosten der Beerdigung sind nach § 1968 BGB von den Erben zutragen und demnach entsprechend ihren Erbanteilen. Also bei 50% Anspruch auf das Erbe, somit auch 50% der Beerdigungskosten.




Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.


Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de


§ 1932 Voraus des Ehegatten
(1) 1Ist der überlebende Ehegatte neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern gesetzlicher Erbe, so gebühren ihm außer dem Erbteil die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, und die Hochzeitsgeschenke als Voraus. 2Ist der überlebende Ehegatte neben Verwandten der ersten Ordnung gesetzlicher Erbe, so gebühren ihm diese Gegenstände, soweit er sie zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt.
(2) Auf den Voraus sind die für Vermächtnisse geltenden Vorschriften anzuwenden.

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