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Zugewinngemeinschaft


18.10.2007 14:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Guten Tag,

meine Ehefrau und ich werden uns scheiden lassen. Ich bin Teilhaber an einer GmbH. Meine Teilhaberschaft hat schon vor unserer Eheschließung bestanden. Meine Ehefrau und ich leben in einer Zugewinngemeinschaft. Hat meine Ehefrau bei einer Scheidung Anspruch auf einen Teil meiner GmbH-Anteile? Entstandene Gewinne der GmbH wurden immer reinvestiert und nicht an die Gesellschafter ausgezahlt.
18.10.2007 | 15:42

Antwort

von


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Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
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Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Würdigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte. Ich habe jedoch darauf hinzuweisen, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann, sodass die Bearbeitung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird folgendes ausgeführt:

Die Beantwortung Ihrer Frage hat aus zwei Richtungen zu erfolgen.

Ihre Ehefrau hat keinen Anspruch auf einen Teil Ihrer GmbH-Anteile. Sie könnte jedoch Anspruch auf einen Anteil des Wertes der GmbH-Anteile haben.

Hintergrund ist folgender:

In der Zugewinngemeinschaft behält jeder Ehegatte seinen Vermögensgegenstand, den er in die Ehe mit hinein bringt oder in der Ehe erwirbt. Infolge dessen ist es bei Ihnen so, dass die GmbH-Anteile Ihnen auch bei der Trennung bzw. nach der Trennung gehören. Ihre Frau hat hierauf keinen Anspruch.

Wie der Name Zugewinngemeinschaft jedoch bereits andeutet, gehört der Zugewinn, der während der Ehezeit erwirtschaftet worden ist, beiden Eheleuten.

Es muss also ein Vermögensvergleich vorgenommen werden.

Es muss bei Ihnen ermittelt werden, wie hoch Ihr Vermögen zu Beginn der Ehezeit gewesen ist. Es müssen alle Vermögenswerte berücksichtigt werden. Dann muss ermittelt werden, wie hoch Ihr Vermögen zum Ende der Ehe ist. Auch hier müssen sämtliche Vermögenswerte berücksichtigt werden. Lediglich ererbtes Vermögen ist nicht zu berücksichtigen. Aus diesen beiden Werten ist eine Differenz zu ermitteln. Es ergibt sich somit, um welchen Betrag Ihr Vermögen angewachsen ist.

Dass gleiche ist hinsichtlich des Vermögens Ihrer Ehefrau vorzunehmen.

Danach sind beide Vermögenszuwächse zu vergleichen. Hat einer der Ehegatten einen höheren Zuwachs als der andere Ehegatte, so hat dieser die Hälfte der Differenz dem anderen Ehegatten zu zahlen.

Es ist also so, dass bei dem Zugewinnausgleich kein Anspruch auf bestimmte Vermögensgegenstände besteht. Es besteht allenfalls ein Anspruch auf einen bestimmten Geldbetrag.

In Ihrem Falle ist aufgrund Ihrer Schilderung zu vermuten, dass die Anteile an der GmbH jetzt mehr Wert sind als bei Eheschließung. Aus diesem Grunde ist zu vermuten, dass bei Ihnen ein Vermögenszuwachs erfolgt ist. Inwieweit bei Ihrer Ehefrau ein Vermögenszuwachs erfolgt ist, haben Sie nicht geschildert.

Ergänzend darf ich darauf hinweisen, dass die beiden Vermögenswerte, also zu Anfang und zu Ende der Ehe, nicht direkt miteinander verglichen werden können. Es ist jeweils eine Anpassung auf Grund der Inflation bzw. der Geldentwertung vorzunehmen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick habe geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt
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05371 819200

Gifhorn, den 18. Oktober 2007.





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