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Zugewinnberechnung


| 02.10.2007 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
ich war vom 29.09.1977 bis Juni 2007 verheiratet.
Wir leben im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
Die Zustellung des Scheidungantrags an mich erfolgte am 8.01.2007.
Von Mai 1980 bis Dez. 1982 bauten wir ein Haus auf dem Grundstück der Schwiegermutter.
Am 1.05.1982 erbte meine Frau das Grundstück und das alte Haus der Schwiegermutter. Sie allein steht im Grundbuch.
Sie verkaufte ihr Haus am 1.02.2007 für 145000 Euro.
Der Wert des neuen Hauses betrögt lt. Gutachten 275 000 Euro.
Es ergibt sich also folgende Situation:

1) Wert (altes Haus) am 1.05.1982 x Euro
Wert am 8.01.2007 145 000 Euro.

2) Wert (neues Haus) Mai 1980 x Euro
Wert am 8.01.2007 275 000 Euro

Bei der Bewertung des Vermögens wird ja die Inflation berücksichtigt, und der Wert des Anfangsvermögen wird durch
Indexierung dem aktuellen Wert zum Zeitpunkt der Scheidung
angepasst.

Zur Wiederholung noch einmal: Ich stehe nicht im Grundbuch.

Frage: Wie hoch ist für mich der Zugewinn von beiden Häusern?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Die Erbschaft Ihrer ehemaligen Frau stellt nach § 1374 Abs. 2 BGB privilegiertes Anfangsvermögen dar. Dieses muss zum Ausgleich des Kaufkraftschwundes muss dieser durch Indexierung herausgerechnet werden. Dies dient allein dazu, festzustellen, welchen Wert die Erbschaft zum heutigen Zeitpunkt hätte. Vorliegend steht der Wert jedoch durch Verkauf im Februar 2007 fest. Daher muss hier keine Indexierung erfolgen, da der heutige Wert bereits vorliegt. Der Wert der Erbschaft aus dem Jahr 1982 beträgt 145.000 €.
Diese Summe wird sowohl im Anfangs- als auch im Endvermögen Ihrer Frau berücksichtigt, sodass hierüber grundsätzlich kein Ausgleich erfolgt.

Auch hinsichtlich des neuen Hauses bedarf es keiner Indexierung. Hier liegt, soweit ich Sie richtig verstehe, ein aktuelles Wertgutachten vor. Dieses beziffert den Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Scheidung oder zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Ein Ausgleich des Kaufkraftschwundes bedarf es somit hier auch nicht.
Der Wert von 275.000 € ist dem Endvermögen Ihrer Ehefrau zuzurechnen. Unter der Voraussetzung, dass keine weiteren Vermögenswerte zu berücksichtigen sind, Sie vor allem weder Anfangs- noch Endvermögen haben, stünde Ihnen hiervon die Hälfte, also 137.500 € als Zugewinnausgleich zu.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 02.10.2007 | 13:01

Vielen Dank für die schnelle Antwort,
über die ich aber sehr erstaunt bin.

Mein Anwalt hat mir im Januar dieses Jahres erklärt, dass ich nur Anspruch auf den Zugewinn dieser beiden Häuser hätte.

Altes Haus: Wertsteigerung vom 1.05.1982 bis 8.01.2007

Neues Haus: Nur die Wertsteigerung vom fertig gebauten Haus
bis zum 8.01.2007,also von 157 000 auf 275 000 Euro.
Zugewinn für mich: 118 000 : 2 = 59 000 Euro.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.10.2007 | 14:03

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Es kommt bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs auf Anfangs- und Endvermögen an. Nach Ihren Angaben hatten sowohl Ihre Ehefrau als auch Sie kein zu berücksichtigendes Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung. Aufgrund der Erbschaft hat Ihre ehemalige Ehefrau ein privilegiertes Anfangsvermögen erlangt. Dieses muss, wenn nur der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung bekannt ist, an den Kaufkraftschwund angepasst werden. Vorliegend wurde es jedoch zeitnah zur Scheidung verkauft, sodass der aktuelle Wert mit 145.000 € zu berücksichtigen ist. Dieser Wert wird dem Anfangsvermögen zugerechnet.

Hieraus ergibt sich zunächst folgende Situation: Sie haben 0 € und Ihre Frau 145.000 € Anfangsvermögen.

Bezüglich des Endvermögens ist das Vermögen zum Stichtag (8.01.2007) zu berücksichtigen. Dieses beträgt bei Ihnen, sofern Ihre Angaben vollständig sind, ebenfalls 0 €. Bei Ihrer Frau ist der Wert des alten Hauses in Höhe von 145.000 € sowie der Wert des neuen Hauses zu berücksichtigen. Das neue Haus hat, laut Gutachten, einen Wert von 275.000 €. Somit hat Ihre ehemalige Ehefrau ein Endvermögen von 420.000 €.

Zugewinn ist die Differenz zwischen End- und Anfangsvermögen. Folglich hätten Sie einen Zugewinn von 0 € und Ihre ehemalige Ehefrau von 275.000 € (420.000 € - 145.000 €). Ihnen steht von diesem Zugewinn die Hälfte zu, sodass grundsätzlich ein Anspruch von 135.500 € besteht.

Etwas anderes könnte sich ergeben, wenn Ihre Ehefrau weiteres Vermögen geerbt oder mit in die Ehe gebracht hat. So ist nicht nachvollziehbar, woher die Zahl 157.000 € in Ihrer Rechnung herrührt. Sollte dies Vermögen sein, dass Ihre Ehefrau in die Ehe mit eingebracht hat und davon das Haus gekauft hat, so wäre es Teil des Anfangsvermögens und würde so den Zugewinn verringern. Dies ergab sich jedoch nicht aus Ihrer eingangs gestellten Frage.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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