Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zugewinnausgleichszahlung / nachehelicher Unterhalt etc / Umgangsrecht

28.07.2014 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


09:29

Zusammenfassung: Verringert die Aufnahme eines Kredites zur Finanzierung des Zugewinnausgleichs das unterhaltsrechtlich relevante Einkommen?

Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,


ich bitte um Beantwortung folgender Fragen:

- Mein Ehemann muss an mich einen Zugewinnausgleichsbetrag zahlen. Um diesen bezahlen zu können, nimmt er hierfür einen Kredit auf. Hat diese Zahlung dann Auswirkungen auf den Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalt, da er ja einen Kredit abbezahlen muss und ich ja dann Vermögen hätte.? Wie sieht es da zwecks Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit aus oder bleibt die Zugewinnausgleichszahlung außen vor bei der Berechnung des zukünftigen Unterhalts? Ich bitte, wenn möglich auch um Angabe von §§.

- nachehelicher Unterhalt:
Kinder 4 und 8 Jahre alt
Wir waren 8 Jahre verheiratet. In dieser Zeit hatte ich wegen der Kinder Elternzeit genommen und nur einen Minijob bzw. Teilzeitjob. Momentan 9 Std. wöchentlich.

Wie lange könnte ich denn nachehelichen Unterhalt bekommen bzw. würde auch eine Einmalzahlung Sinn machen. Welche Vor- oder Nachteile hätte eine Einmalzahlung zwecks nachehelichen Unterhalt?
Mein Noch-Mann ist mittlerer Beamter. Er hat ein sehr starkes Interesse daran, mich mit einer Einmalzahlung loszuwerden.
Wie berechnet sich die Höhe?

- Wir haben gemeinsames Sorgerecht. Die Kinder leben bei mir. Der Vater holt die Kinder in den Ferien zu sich. Was ist, wenn eines der Kinder krank wird. Muss er sich dann um das kranke Kind kümmern, wenn er gerade in der Zeit die Kinder hat?

Ich bitte um ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

Vielen Dank!
28.07.2014 | 15:51

Antwort

von


(408)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Frage 1 - Zugewinnausgleich/ Unterhaltshöhe:
Kredite zur Finanzierung/ Durchführung des Zugewinnausgleichs sind beim unterhaltrelevanten Einkommen nicht zu berücksichtigen sind.
Bei der Berechnung des zur Verfügung stehenden, sog. bereinigten Nettoeinkommens sind diese Verbindlichkeiten nicht abzuziehen, beeinflussen damit auch nicht die Höhe des Unterhaltsanspruches.
Die Gerichte sind sich in dieser Problematik einig.

Frage 2, nachehelicher Unterhalt:
Für den nachehelichen Unterhalt gelten strengere Voraussetzungen als für den Trennungsunterhalt. Hinsichtlich des Anspruches auf nachehelichen Unterhalt ist u.a. Voraussetzung, dass der bestehende Einkommensunterschied seine Ursache in der Ehe hat, somit ein ehebedingter Nachteil vorliegt. Hier liegt der Unterschied insbesondere darin begründet, dass Sie während der Ehe für die Kinder zu Hause geblieben sind, somit ein ehebedingter Nachteil.

Grundsätzlich hat jedoch jeder Ehepartner zunächst zu versuchen, seinen Unterhaltsbedarf weitestgehend selbst zu bestreiten und muss sich gegebenenfalls eine Erwerbstätigkeit suchen.
Im ersten Jahr der Trennung ist eine solche Erwerbspflicht in der Regel noch nicht gegeben. Mit zunehmender Trennungszeit nimmt dann die Verpflichtung zur Erwerbstätigkeit zu.

Daher sollten Sie sich gegen Ende des Trennungsjahres tatsächlich um einen Wiedereinstieg in die (zumindest) Teilzeiterwerbstätigkeit, wenn nicht sogar Vollzeiterwerbstätigkeit bemühen.

Hinsichtlich der Erwerbstätigkeit kommt es aber nicht darauf an, ob sie genug verdienen, um davon zu leben, sondern darauf, ob sie genug verdienen, um den ehelichen Lebensstandart aufrecht zu erhalten. Ist dies nicht der Fall, so kann ein nachehelicher Unterhaltsanspruch geltend gemacht werden.

Wie lange der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt bestehen kann, kann ohne weitere Kenntnisse des Einzelfalles nur schwerlich beurteilt werden. Dies dürften aber, insbesondere auch aufgrund des noch geringen Kindesalters einige Jahre sein.

Die Höhe richtet sich nach Ihrer beider Einkommen und den bisherigen ehelichen Verhältnissen.
Ob eine Einmalzahlung oder monatliche Zahlungen Sinn machen, lässt sich ohne weitere Kenntnisse des Einzelfalles nicht beurteilen. Grundsätzlich würde ich erst einmal zu monatlichen Zahlungen raten.

Frage 3- Sorgerecht:
Wird ein Kind in der Umgangszeit des Vaters krank, so muss er sich selbstverständlich kümmern, wenn nichts anderes vereinbart ist. Oftmals möchten Kinder im Krankheitsfall die Mutter in der Nähe haben, so dass es hier weiterer Absprachen bedarf.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2014 | 19:30

Sehr geehrte RAin,


vielen Dank für Ihre Antwort.
Meine erste Frage stellt insbesondere auf § 1577 BGB ab, wonach drin steht, dass das Vermögen gemäß Abs. 1 zuerst zu verwerten ist. Da ich nach Erhalt des Zugewinnbetrages ja Vermögen hätte, wäre ich dann nicht mehr bedürftig und hätte ich deshalb keinen Unterhaltsanspruch mehr? Habe im Internet recherchiert und da war immer die Rede davon. Können Sie mir hierzu näheres sagen? Danke!

Frage nachehelicher Unterhalt: Ist es also nicht richtig, dass, wenn das Kind schon über 3 Jahre ist, ich sofort nach Scheidung Vollzeit arbeiten müsste?

Hätte denn mein Noch-Mann als mittlerer Beamter denn so einen Vorteil, wenn ich mit einer Einmalzahlung einverstanden wäre? Ich denke, für mich hätte es vielleicht eher Nachteile. Können Sie mir hierzu näheres sagen?


Vielen herzlichen Dank!


MfG




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2014 | 09:29

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Frage 1:
Sie müssen Ihr Vermögen zur Unterhaltsdeckung einsetzen, allerdings nicht Ihr Vermögen aus dem Zugewinn. Die Zinsen aus dem Zugewinn sind einzusetzen.


Frage 2:
In diesem Fall müssen Sie sich gegen Ende des Trennungsjahres um eine Erwerbstätigkeit bemühen. Ob dies eine Vollzeittätigkeit ist, hängt davon ab, ob die Kinderbetreuung gesichert ist.Gibt es keine Möglichkeit, die Kinder in eine Ganztagsbetreuung zu geben, so entfällt auch die Pflicht zur Vollzeittätigkeit.

Der Vorteil einer Einmalzahlung für den Ehemann wäre, dass der Unterhalt nach den derzeitigen Einkommensverhältnissen berechnet würde. Gerade bei Beamten steigen die Bezüge aber mit dem Dienstalter oder einer Beförderung. Hier wäre Ihr Unterhaltsanspruch jedes Mal neu zu berechnen, würde steigen. Dies entfällt bei einer Einmalzahlung.


Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.

Gerne stehe ich Ihnen auch im Rahmen der Ehescheidung zur VErfügung.


Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(408)

HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Reiserecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69652 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kurze knappe auf den Punkt gebrachte Antwort mit Querverweis auf das Gesetz. Super und genau das, was ich auf die Schnelle wollte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
allumfassend auf meine Fragen eingegangen und verständliche Antworten gegeben. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten trafen genau den Punkt. Es sind keine relevanten Fragen mehr offen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen