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Zugewinnausgleich/Notarkosten

18.09.2007 22:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau und ich haben uns getrennt. Wir haben uns geeinigt bzgl.

1) des Zugewinns
2) des Unterhalts unserer studierenden Tochter
3) darauf, dass meine Frau auf ihren eigenen Unterhalt verzichtet


Wir haben uns überlegt, dass wir entweder zu

a) einem Notar oder
b) einem Anwalt

gehen und unsere Einigung bzgl. der Ziffern 1) – 3) erklären. Die Höhe der Finanzbeträge (Ziffern 1 – 3) wollen wir beim Gespräch mit a) bzw. b) nicht nennen, da wir uns ja einig sind.

Ein Arbeitskollege teilte mir mit, dass man bzgl. dieser Einigung beim Notar/Anwalt einen so genannten „Titel“ erwirken sollte, den man dann zum Scheidungstermin bei Gericht vorlegt. Dies würde dort anerkannt, so dass Zugewinn und Unterhalt in der Gerichtsverhandlung kein Thema mehr seien. Vor Gericht würde dann lediglich noch über den Versorgungsausgleich entschieden.

Frage 1: Ist die vorgenannte Vorgehensweise so richtig und rechtssicher?

Frage 2: Wie hoch sind die Gebühren für den Notar bzw. den Anwalt, gibt es da Unterschiede?


Wie ich hörte, muß man sich am Scheidungstermin vor Gericht von einem Anwalt vertreten lassen. Der Anwalt könne jedoch nur eine Partei vertreten.

Frage 3: Halten Sie dies für ausreichend, da meine Frau und ich dann ja bereits den Zugewinn rechtssicher geregelt haben? Einer der beiden Parteien würde in diesem Falle ohne Rechtsbeistand vor Gericht erscheinen.
Andererseits muß das Gericht von Amts wegen über den Versorgungsausgleich entscheiden, d.h. ein potentieller Streit zwischen mir und meiner Frau wäre sowieso nicht möglich.

Frage 4: Was würde an Anwalts- und Gerichtskosten im vorgenannten Falle zu erwarten sein?

Sehr geehrter Ratsuchender,


die Möglichkeit, vorab alle Scheidungsfolgen zu regeln, besteht und wäre dann auch rechtssicher.

Allerdings werden Sie hier deshalb ein Problem bekommen, weil Sie die Summen, um die es geht, nirgends nennen wollen. Da sowohl der Anwalt, also auch der Notar Ihre Vergütung nach dem sogenannten Gegenstandswert berechnen, wird wohl dann niemand tätig werden, wenn Sie diesen Wert nicht nennen.

Daher können die Kosten so auch nicht beziffert werden.


In einem Scheidungstermin MUSS der Antragsteller anwaltlich vertreten sein; der Antragsgegner muss es nicht, so dass für die Scheidung ausreichend wäre, wenn nur ein Anwalt auftritt.

ABER: Da hier ein Vergleich geschlossen werden soll, der dann als Titel gilt, ist diese Variante so nicht möglich. Für den Vergleichsschluss MUSS dann auch der Antragsgegner anwaltlich vertreten sein.


Hier wäre es sinnvoll, vorab eine Scheidungsfolgevereinbarung durch einen Anwalt erstellen zu lassen. Dieser würde dann den Scheidungsantrag mit der Vereinbarung einreichen. Im Scheidungstermin würde dann ein weiterer Kollege auf Seiten des Gegners auftreten, um den Vergleich protokollieren zu lassen.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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