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Zugewinnausgleich und Grundbucheintrag

| 22.10.2009 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
vor Kurzem hat mir meine Frau (nach 13 Jahren Ehe) eröffnet, dass Sie sich in einen anderen Mann verliebt habe und beabsichtige, uns (mich und die Kinder, 9 und 12 J.) zu verlassen. Uns beschäftigt -neben vielen anderen emotionalen Dingen- derzeit die Frage nach dem Zugewinnausgleich. Dazu folgende Lage: ich habe seinerzeit in die Ehe ein Kapitalvermögen von etwas über 100.000 DM eingebracht (1996). Meine Frau hatte kein Vermögen. In 2003 haben wir uns ein Haus gebaut, das wir gemeinsam bewohnen, Wert mit Grundstück und Gartenanlage geschätzt etwa 290.000 €. Ich bin alleinig im Grundbuch eingetragen, derzeit läuft noch ein Kredit (nur auf meinen Namen) über knapp 40.000 €. An Bar- und Aktienvermögen (auf meinen Namen) verfügen wir über etwas mehr als 40.000 €. Meine Eltern haben uns mit einem eigenen Kredit iHv 50.000 € unter die Arme geholfen (ohne dokumentierten Papierkram etc.), dazu noch etwa 10.000 € an Sonderleistungen (Fußboden, Gartenbereich) aus eigener Tasche bezahlt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen, die ich glaube habe sammeln zu können, bin ich zwar formal der Eigentümer der Immobilie,müsste aber den Marktwert des Hauses in die Berechnung der Differenz des Zugewinnes einfliessen lassen, was somit zu einer nicht unerheblichen Summe Ausgleichszahlung an meine zukünftige Ex-Frau führen dürfte mit entsprechenden Konsequenzen (Hausverkauf). Meine Frau behauptet nun, dass aufgrund des Grundbucheintrages kein Anspruch für sie bestünde und der Zugewinn "lediglich" aus den erwähnten Kapitalvermögen zu ermitteln sei. Wir beabsichtigen, uns gütlich zu einigen, allerdings wäre es dazu hilfreich zu wissen, auf welcher Grundlage ein möglicher Zugewinnausgleich zu berechnen wäre.
Ich wäre daher dankbar zu erfahren, welche Rolle die Immobilie unter den genannten Voraussetzungen spielt. Weitere Informationen, die in dem beschriebenen Sachverhalt beachtenswerte Bedeutung haben, würden ebenfalls dankbar aufgenommen.
Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt:

Zugewinn ist die Differenz zwischen dem Anfangsvermögen eines Ehegatten und dem Endvermögen.

Anfangsvermögen ist das Vermögen, das ein Ehegatte am Tage der Eheschließung besaß. Hinzugerechnet werden zum Anfangsvermögen Schenkungen oder Zuwendungen aus Erbfällen während der Ehe. Hier ist zu beachten, dass die Geldentwertung nach dem Verbraucherpreisindex berücksichtigt wird.

Das Endvermögen ist dasjenige Vermögen, das ein Ehegatte zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages besitzt.
Anfangsvermögen bei Ihnen ist also der Betrag von rund 50.000,00 € zzgl. Geldentwertung (dies kann natürlich noch genau berechnet werden). Die Schenkung der Eltern wird mit 10.000,00 € dem Anfangsvermögen hinzugerechnet zzgl. Geldentwertung.
Endvermögen ist Ihr Haus mit dem genannten Wert von
290.000,00 € abzüglich Verbindlichkeiten 90.000,00 €, somit 200.000,00 € sowie weitere 40.000,00 €.
Grob gerechnet würde also Ihr Zugewinn € 180.000,00 € (tatsächlich etwas weniger, weil jeweils die Geldentwertung des Anfangsvermögens noch zu berücksichtigen ist) betragen und der Zugewinnausgleichsanspruch Ihrer Frau, die offenbar weder Anfangs-noch Endvermögen hat, 90.000,00 €.
Wenn Ihre Frau der Meinung ist, dass ihr nur die Hälfte des Kapitalvermögens zusteht, sollten Sie möglichst bald versuchen, eine gütliche Einigung herbeizuführen. Vereinbarungen zum Zugewinn müssen jedoch notariell beurkundet werden, d. h., Sie könnten die Zugewinngemeinschaft beenden, Gütertrennung vereinbaren und die Zahlung nach erfolgter Regelung in der notariellen Urkunde leisten.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit
freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 24.10.2009 | 17:36

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Stellungnahme vom Anwalt:
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