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Zugewinnausgleich der Wertsteigerung einer Immobilie bei Scheidung

| 11.01.2019 15:12 |
Preis: 48,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Hallo,

meine Frau möchte sich nach 5 Jahren scheiden lassen.

Vor der Hochzeit hat meine Frau ein Haus erworben. Aufgrund meiner Selbstständigkeit steht sie alleine im Grundbuch.

Die Immobilie wurde vor knapp 10 Jahren gekauft. Sie hatte damals einen Wert von 129.000 EUR und ist heute ca. 200.000 EUR wert.
Die Restschuld beläuft sich auf knapp 100.000 EUR. Die Immobilie ist vermietet und wir wohnen zur Miete.

Meine Frau hatte nun einen Banktermin in dem sie ihre Möglichkeiten besprechen wollte. Dort wurde ihr gesagt, dass sie mir von der Wertsteigerung nichts (!) ausgleichen muss da ihr die Immobilie bereits vor der Eheschließung gehört hat.
Für mich wäre die Sache insofern problematisch und unfair da ich mein Unternehmen vor einigen Jahren verkaufen musste. Der Kaufpreis ist (von beiden Ehepartnern) aufgebraucht worden und ich bin aufgrund der Versteuerung des Verkaufspreises verschuldet.
Mein neues Unternehmen ist im Aufbau und hat bisher keine Gewinne erzielt, ist somit faktisch wertlos.

Ich möchte daher nachfragen, ob die Wertsteigerung und die Tilgung (die ja auch von mir erwirtschaftet wurde) tatsächlich ausschließlich meiner Frau zugute kommt?

Weiterhin habe ich zur Finanzierung der Immobilie mit zwei Bausparverträgen (ca. 10.000 EUR angespartes Kapital) beigetragen, dieses Geld also meiner Frau faktisch geschenkt. Die Schenkung erfolgte somit vor der Eheschließung. Kann ich diese Schenkung zurück fordern oder habe ich andere Möglichkeiten sie geltend zu machen?

Vielen Dank!
11.01.2019 | 17:15

Antwort

von


(7)
Cecilienstr. 4
66111 Saarbrücken
Tel: 0681-32156
Web: http://www.kanzlei-schmidbauer.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vorausgesetzt, dass Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, also keinen Ehevertrag haben :

Beim Zugewinn wird eine Gesamtbilanz aller Vermögenspositionen erstellt. Die Differenz zwischen End- und Anfangsvermögen ist der jeweilige Zugewinn. Die Differenz beider Zugewinne ist dann durch Zahlung auszugleichen.

Die bedeutet, dass selbstverständlich der höhere Immobilienwert im End- und der niedrigere im Anfangsvermögen einzustellen ist. Auf diese Weise erhöht die Wertsteigerung der Immobilie in der Ehezeit den Zugewinn Ihrer Frau, was durchaus zu einem Ausgleich zu Ihren Gunsten führen kann, aber nicht muss. Es kommt auf die Gesamtbilanz aller Positionen an.

Eine Schenkung zurückzufordern ist im ehelichen Kontext schwierig, normalerweise geht eben gerade der Zugewinnausgleich vor. In Einzelfällen kommt eine Rückabwicklung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage in Betracht, hierfür habe ich vorliegend aber keine Anhaltspunkte.
Sie sollten unbedingt eine vollständige Zugewinnberechnung erstellen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Schmidbauer
Fachanwältin für Familienrecht


Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2019 | 17:39

Hallo,

vielen Dank - auch für die Schnelligkeit Ihrer Rückmeldung!

Sie haben mir mit Ihrer Antwort sehr geholfen!
Ich möchte Sie jedoch bitten, die Anrede aus Ihrer Antwort zu entfernen, da der Familienname nicht allzu sehr verbreitet ist und meine Frage öffentlich einzusehen ist. Mir liegt nichts ferner als das Verhalten meiner Frau öffentlich anzuprangern.

Die Schenkung erfolgte ja bereits vor der Eheschließung - allerdings ohne irgendwelche Bedingungen o.ä.
Verstehe ich Sie richtig, dass es generell schwierig ist eine Schenkung (unabhängig von der Ehe) zurück zu fordern? Es geht mir im Prinzip nur darum, dass ich das komplette Eigenkapital eingebracht habe.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2019 | 19:43

Ich bemühe mich intensiv, mein Versehen zu beheben und möchte mich hierfür ausdrücklich entschuldigen!

Schenkungen kann man nur unter engen, gesetzlich normierten Voraussetzungen zurückfordern. Ich sehe vorliegend ohne weitere Detailinformationen leider keine Möglichkeit der Rückforderung. Es ist aber möglich, dass sich in einem ausführlichen Informationsgespräch weitere Möglichkeiten eröffnen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Schmidbauer
Fachanwältin für Familienrecht

Bewertung des Fragestellers 14.01.2019 | 15:33

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