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Zugewinnausgleich bei gemeinsamen Verbindlichkeiten u. einseitigem Endvermögen

11.07.2010 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Wir befinden uns im gesetzl. Güterstand der Zugewinngemeinschaft (kein Ehe- u. Erbvertrag, kein Testament) und streben die Trennung an.

Ehefrau bringt mit einer Lebensversicherung vom 1.6.1980 bis 20.8.1993 (Eheschließung) ein inflationsbereinigtes Anfangsvermögen von 7465,- € (alle Beträge gerundet) mit in die Ehe. Am 1.6.10 wird ihre Lebensvers. ausgezahlt und somit hat sie ein Endvermögen von 28242,- €.

Zur dieser Zeit bestehen noch folgende gemeinsame Schulden:
- Dispositionskredit von 13300,- € - Ratenkredit (monatl. 600,52 € bis 3.8.2012) von 14412,- € ergibt die Summe von zusammen 27712,- €

Ehefrau macht nun folgende Rechnung auf:
- Endvermögen Ehefrau: 28242,- € - abzüglich Tilgung Dispo: -13300,- €
ergibt: 14942,- €
- abzüglich ½ Ratenkredit: -7206,- €
verbleiben: 7736,- € - abz. Anfangsverm. Ehefrau: -7465,- € ergibt einen Zugewinn von: 271,- € u. einen Zugewinnausgleich v. 135,50 €

Die Ehefrau hat im Juni 2010 den Dispositionskredit (13300,- €) getilgt, weigert sich aber den offenstehenden Ratenkredit (14412,- €) mit dem Rest ihrer Lebensversicherung (14942,- €) vorzeitig zu begleichen.

FRAGE: Habe ich als Ehemann rechtliche Möglichkeiten, meine Frau zum Tilgen des gemeinsam in der Ehe geschuldeten Ratenkredits aufzufordern? Wenn ja, wie sieht dann die Rechnung bezüglich Zugewinn aus?


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Selbstverständlich muss die Ehefrau ehebdingte Schulden in gleicher Weise abtragen wie Sie.

Aber: Sie stehen sich nicht schlechter, wenn die Ehefrau aus Ihrem Vermögen ehebdingte Schulden bezahlt und damit sich ihr Vermögen verringert.

Würde Sie die Hälfte der Schulden trage, wie Sie, würden ihr zwar ein höheres Vermögen verbleiben – das sie mit Ihnen teilen müsste – aber an Ihnen verblieb Ihre Schuldenhälfte.

Richtig gerechnet wären 28.242 – 6650 – 7206 = 14.386 : 2 = 7193 Euro Zugewinn. Ihnen verblieben Schulden von 6.650 (Ratenkredit).

Zumindest einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage konnte ich Ihnen hoffentlich in jedem Fall geben und Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2010 | 11:16

Sehr geehrter Herr Zürn,

vielen Dank für Ihre Ausführungen.

Wo bleibt bei Ihrer Rechnung das Anfangsvermögen der Ehefrau von 7465,- €, das sie bei Eheschließung mit in die Ehe bringt? Muss das nicht mit in die Zugewinnsberechnung einfließen?

Besten Dank im voraus.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2010 | 11:33


Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Sie haben natürlich Recht, hatte in Ihrer Aufstellung die 28.242 Euro als bereits saldierten Zugewinn notiert, sodass das Anfangsvermögen rechnerisch nicht mehr berücksichtigt wurde.

Richtig gerechnet wären es also 28.242 – 7465 – 6650 – 7206 = 6921 Euro Zugewinn, davon Ihr hälftiger Anteil also 3460 Euro. Ihnen verblieben anteilige Schulden von 6.650 (Ratenkredit), saldiert mit dem Zugewinn also Restschulden mit einem Betrag von 3.190 Euro.

Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls können Sie sich jederzeit nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 11.07.2010 | 22:37

Verrechnen Sie den Zugewinn von 7.193 Euro mit den Schulden von 6.650 Euro, verbleibt eine Differenz von 543 Euro anstelle der von Ihrer Frau berechneten 135,50 Euro, insgesamt eine Differenz zu Ihren Ungunsten voon 407,50 Euro.

Mit freundlichem Gruß

Michal J. Zuern
Rechtsanwalt

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