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Zugewinnausgleich - Steuerrückzahlung/Auszahlung Bonus für Jahre vor der Ehe


| 23.12.2014 02:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Für die Berechnung des End- und Anfangsvermögens beim Zugewinn ist der Erwerb maßgebend, nicht die Entstehung der Forderung.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Dezember 2013 verheiratet, (bis jetzt) kein Ehevertrag, also im Güterstand der Zugewinngemeinschaft.

1) Die Steuererklärung für 2009 habe ich 4 Tage VOR der Hochzeit eingereicht. Ich habe so lange mit der Steuererklärung gewartet, da der Staat 6% Zinsen zahlt - mehr als jede Bank. Die Steuerrückzahlung in Höhe von ca. 3000€ erfolgte im Mai 2014. Zählt die Steuerrückzahlung zum Zugewinn oder kann diese im Falle einer Scheidung dem Anfangsvermögen zugerechnet werden, da der Anspruch VOR dem Eintritt in den Güterstand der Zugewinngemeinschaft bereits bestand? (also in 2009).
Laienhafte Begründung: Ich hätte die Steuererklärung ja auch früher machen können damit die Steuerrückzahlung vor der Hochzeit erfolgt wäre. Somit wären meiner Meinung nach maximal die Zinsen die seit dem Hochzeitstermin angefallen sind als Zugewinn zu berücksichtigen.

2) Jetzt im Dezember 2014 werde ich die Steuererklärungen für 2010,2011, 2012 abgeben. Wie verhält es sich hier? Analog zu 1) oder anders, da der Abgabezeitpunkt während der Ehe erfolgt? Der Zeitpunkt des Anspuchs ist ja nach wie vor VOR der Hochzeit...

3) Ich werde ebenfalls jetzt die Steuererklärung für 2013 abgeben. Je nachdem wie die Antworten auf 1) und 2) sind, kann man hier von 1/12 Zugewinn ausgehen, da der Anspruch ca. 11/12 VOR der Hochzeit war? (11 Monate vor, 1 Monat nach der Hochzeit)

4) Falls, wie ich hoffe die Steuerrückzahlungen nicht in den Zugewinn fallen, reicht es aus den Einkommensteuerbescheid für den Fall einer Scheidung aufzubewahren oder wäre es zusätzlich sinnvoll die Rückzahlungen auf einem getrennten Tagesgeldkonto zu parken?

5) Von meinem Arbeitgebeber (SAP-Beratung) habe ich im Februar 2014 eine Bonuszahlung von ca. 4000€ für auf Basis der dem Kunden fakturierten Stunden in 2013 erhalten. Die Stunden wurden alle VOR der Hochzeit erbracht, ab Ende Novenber 2013 hatte ich Resturlaub und somit nach der Hochzeit Anfang Dezember keine einzige Stunde gearbeitet. Der Anspruch entstand somit komplett vor der Hochzeit, lediglich abrechnungstechnisch lag die Auszahlung in 2014. Somit auch die Frage, im Zugewinn oder nicht?

Vielen Dank für Ihre Einschätzung!




23.12.2014 | 06:18

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu 1) bis 5): Für die Bewertung des Anfangs- und Endvermögens kommt es nicht auf die Anspruchsentstehung, sondern auf den Erwerb an. Somit fallen die Steuererstattung und die Bonuszahlung in den Zeitpunkt der Ehe und erhöhen Ihren Zugewinn - so diese beim Endvermögen noch vorhanden sind.

Der Zeitpunkt für die Berechnung des Endvermögens ist die Zustellung des Scheidungsantrages an die Gegenseite.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2014 | 12:12

Sehr geehrte Frau Hein,
vielen Dank für Ihre Antwort.

Was die Bonuszahlungen betrifft kann ich das verstehen, diese sind ja auch "normales Einkommen" und müssen 2014 versteuert werden.

Was die Steuerrückzahlungen betrifft, hier hätte ich ja auch alles vor der Hochzeit auszahlen lassen können. Schulden werden ja im Anfangsvermögen berücksichtigt, deshlab ja vielleicht auch "Guthaben" in Form von nicht ausgezahlten Steuerrückzahlungen...
Oder heißt es ich habe einfach "pech"?

Vielen Dank und schöne Weihnachten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2014 | 12:33

Wie gesagt ist hier der Erwerb maßgeblich. Wenn die Steuererstattungen vor der Eheschließung ausbezahlt worden wären, dann wären Sie dem Anfangsvermögen zugerechnet und hätten den Zugewinn nicht erhöht. Insofern rate ich mit den Steuererklärungen zuzuwarten bis Ihrer Frau der Scheidungsantrag zugestellt worden ist.

Auch ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen gelungenen Start in das Neue Jahr 2015.

Bewertung des Fragestellers 23.12.2014 | 15:16


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