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Zugewinnausgleich Regelung Haus

01.09.2020 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:24

Sehr geehrte Frau Rechtsanwalt,
sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich habe Fragen zum gesetzlichen Zugewinnausgleich bei folgendem Sachverhalt:

Nach der Eheschließung im Jahr 2009 (es besteht die Zugewinngemeinschaft) wurde meiner Ehefrau von deren Eltern im Jahr 2012 im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge per notariellem Vertrag ein Grundstück mit Haus im Wert von ca. 100.000 € übertragen.

Das Haus wurde von meiner Frau und mir für ca. 120.000 € kernsaniert. Die Kosten wurden von uns je zur Hälfte getragen.

Für die Kosten der Sanierung und Renovierung wurde mir im o.g. Übergabevertrag eine brieflose Grundschuld in Höhe von 60.000 € gewährt.

Im Grundbuch ist meine Ehefrau als Alleineigentümerin vermerkt. Ich habe bewusst auf eine Eintragung im Grundbuch verzichtet, da dass Haus ja von Seiten der Eltern meiner Ehefrau kam.

Nun stellen sich mir folgende Fragen:

- Im Falle einer Scheidung wird nach meiner Kenntnis das Haus dem Anfangsvermögen meiner Ehefrau hinzugerechnet, da es im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge übertragen wurde ?

- Müssten die o.g. Sanierungskosten im Rahmen der Grundschuld dann mir von meiner Ehefrau erstattet werden ?

- war es evtl. unklug, den Betrag ohne Verzinsung mit 60.000 € zu beziffern, da durch Inflation der Betrag über die Jahr nun real immer kleiner wird ?

- Das Haus hat zum einen durch steigende Immobilienpreise einen erheblichen Wertzuwachs erhalten. Weiterhin wurden und werden natürlich laufend Modernisierungen und Aufwertungen durch Investitionen (Heizung, Garten etc.)vorgenommen, welche von beiden Ehepartnern zur Hälfte getragen werden. Wie wirkt sich dies auf die Berechnung des Zugewinnausgleich aus ? Da alleine die Ehefrau im Grundbuch steht, wächst zunächst nur Ihr Vermögen.

- Welche weiteren Nachteile ergeben sich ggf. für einen Ehepartner ?

Sollten die o.g. Regelungen für einen Ehepartner ungünstig sein, stellt sich die abschließende Frage, wie man dies im Nachhinein korrigieren kann, so dass sich eine faire Lösung ergibt.

Vielen Dank !

01.09.2020 | 16:53

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Im Anfangsvermögen wird die Immobilie mit dem Wert bei Übertragung bei Ihrer Frau eingestellt, im Endvermögen mit dem Verkehrswert bei Zustellung des Scheidungsantrags.

Wenn eine Grundschuld zu Ihren Gunsten eingetragen ist, ist dies eine Forderung, die Sie gegen Ihre Frau haben. Sie können also im Rahmen der Scheidung 60.000 € von ihr verlangen. Dieser Betrag wird bei Ihnen als Forderung, bei ihrer Frau als Belastung im Endvermögen berücksichtigt.

Am (darüber hinausgehenden) Wertzuwachs haben Sie über dien Zugewinnausgleich teil: Wenn Ihre Frau z. B. durch den höheren Wertzuwachs der Immobilie ein höheres Endvermögen hat, erhöht sich ihr Zugewinn und damit der Betrag, den Sie zu erhalten haben.

Über den Zugewinnausgleich ist im Grunde sichergestellt, dass beide Parteien an dem in der Ehe erwirtschafteten Vermögen gleichmäßig teilhaben. Sie können sich darauf verständigen, dass Sie beide Eigentümer je zur Hälfte werden und Ihre Grundschuld gelöscht wird. Im Fall der Scheidung muss dann aber ggf. eine Rückübertragung gegen eine Ausgleichszahlung vorgenommen werden. Beides verursacht Kosten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht.


Rückfrage vom Fragesteller 06.09.2020 | 18:17

Sehr geehrte Frau Holzapfel,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Dazu möchte ich noch fragen, wie der Zugewinn im Falle einer Scheidung praktisch ermittelt wird.

Es wird doch nach Jahren der Ehe schwierig sein, dass genaue Anfangsvermögen zu rekonstruieren bzw. zu beweisen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.09.2020 | 18:24

Sehr geehrter Fragesteller,

jeder ist beweispflichtig für sein eigenes Anfangsvermögen. Wenn Sie also Ihr Anfangsvermögen nicht nachweisen können, wird dieses, wenn der andere das Anfangsvermögen bestreitet, mit Null angesetzt, bzw. die streitigen Positionen, die nicht nachgewiesen werden können, werden nicht berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

ANTWORT VON

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