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Zugewinnausgleich Hauseigentum


16.11.2005 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag!
Ich habe folgendes Problem: Nach meiner Eheschließung (Zugewinngemeinschaft) habe ich mit meinem Mann ein EFH und drei Eigentumswohnungen erworben. Wir sind beide berufstätig und ohne Anfangsvermögen in die Ehe gegangen.

Objekt Nr. 1 ist ein Einfamilienhaus, mittlerweile schuldenfrei und gehört uns lt. Grundbuch je zur Hälfte. Wir haben dieses Haus selbst bewohnt. Ich bin zwischenzeitlich aus der sog. ehelichen Wohnung ausgezogen.

Objekt Nr. 2 ist eine vermietete Eigentumswohnung und gehört lt. Grundbuch nur mir. Die darauf noch lastenden Schulden werden tws. durch Mieteinnahmen, tws. durch Ratenzahlung gedeckt.

Objekt Nr. 3 und 4 sind vergleichbar mit Nr. 2 mit dem Unterschied, dass es sie uns beiden lt. Grundbuch je zur Hälfte gehören.

Wie erfolgt die Ermittlung des Zugewinns? Die bisherige Abzahlung der Darlehnsschuld für alle vier Objekte erfolgte derart, dass ich als Beamtin die Raten getilgt habe, während mein Mann für den Lebensunterhalt zuständig war. Darlehnsnehmer gegenüber der Bank sind bzw. waren in sämtlichen Objekten wir beide.

Unabhängig davon, dass wir zur Zeit über die anteilige Höhe streiten, in der jeder von uns seit der Trennung die Raten zu bedienen hat (Nutzungsentschädigung für den Verbleib meines Mannes im gemeinsamen Haus? Vielleicht können Sie mir auch hierzu einen Tipp geben) stellt sich mir die Frage über den Zugewinnausgleich, weil ich mir darüber Gedanken mache, ob das Eigentum sinnvoll zwischen mir und meinem Noch-Ehemann aufgeteilt werden kann oder ob es aus finanziellen Gründen (teilweise) verkauft werden muss.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
16.11.2005 | 11:44

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

1.
Der Zugewinn jedes Beteiligten ermittelt sich zunächst gem. § 1373 BGB danach, in welcher Höhe der Endbetrag des Vermögens den Anfangsbetrag übersteigt.. Dann werden das Anfangs- und das Endvermögen beider Ehegatten verglichen. Übersteigt der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen, so steht die Hälfte des Überschusses dem anderen Ehegatten als Ausgleichsforderung zu.

Der Ausgleich kann natürlich auch dergestalt erfolgen, dass die Immobilien zwischen Ihnen wertangemessen aufgeteilt werden. Dabei sollten und müssen auch die bestehenden Schulden berücksichtigt werden. Wer wie getilgt hat während der Ehe ist aber grds. egal.

2.
Während der Trennungsphase ist regelmäßig eine Nutzungsentschädigung dergestalt angemessen, dass der verbleibende Gatte soviel zahlt, wie eine entsprechend seinen Bedürfnissen zugeschnittene Wohnung kosten würde. Auf den gesamten Mietwert der Immobilie (Stichwort: aufgedrängte Bereicherung) wird dabei nicht abgestellt.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Sollten noch Verständnisprobleme bestehen, nutzen Sie doch gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2005 | 12:29

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt!

Zunächst vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Ich habe Ihre Antwort so verstanden, dass die drei Objekte, in denen wir beide Eigentümer je zur Hälfte sind, zeitwertmässig zu addieren und die Schulden hiervon zu subtrahieren sind, unabhängig davon, wer die Abzahlung getragen hat.
Die daraus entstehende Differenz wäre dann je zur Hälfte auszugleichen.
Nun meine Nachfrage: Ist es für die Ermittlung des auszugleichenden Betrages von Bedeutung, dass eine der Wohnungen lt. Grundbuch nur mir gehört, oder ist dies faktisch völlig ohne Belang?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2005 | 12:45

Im Rahmen des Zugewinns wird Ihr Eigentum auch als Ihr Zugewinn behandelt. Von daher spricht die Eintragung auch für Ihren Vermögenszuwachs.

Ich kann Ihnen im Rahmen der Auseinandersetzung (auch wegen der Unterhaltsfragen und der dortig anzustellenden komplizierten Erwägungen wegen des Doppelverwertungsverbotes) nur empfehlen, einen Anwalt einzuschalten. Dies kann und soll dieses Forum nicht ersetzen!

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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