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Zugewinnausgleich Haus

26.09.2019 11:07 |
Preis: 50,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe während der Ehe das elterliche Haus über ein Darlehen in Höhe von 130.000 € von meinen Eltern gekauft, um die Pflegekosten beider Eltern zu decken (bzw. bezahlt werden können) Bin alleine im Grundbuch eingetragen, derzeit besteht noch eine Restschuld von rund 55.000 €. Da dies ein zu erwartendes Erbe war, wie wirkt sich dies auf den Zugewinnausgleich aus? Muss ich aus der Diverrenz Ausgleich bezahlen?

Ihre Rückantwort erwartend verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn ein Ehepartner im Laufe der Ehe Schenkungen von den Eltern erhält, wird der Wert der Schenkung dem Anfangsvermögen zugerechnet. Das bedeutet, dass die Schenkung quasi dem beschenkten Kind verbleibt und dessen Ehepartner nicht über den Zugewinn daran partizipiert.

Bei Ihnen wäre also zu überprüfen, welchen Wert die Immobilie bei der Übertragung hatte. Wenn der Wert deutlich höher war als die gezahlten 130.000 €, dann handelt es sich um eine gemischte Schenkung: Der überschießende Betrag wäre als Schenkung zu werten und dem Anfangsvermögen hinzuzurechnen.

Die Wertsteigerung, die das Objekt zwischenzeitlich erfahren hat, wäre allerdings auszugleichen, weil die Immobilie im Endvermögen mit dem zu diesem Zeitpunkt maßgeblichen Wert anzusetzen wäre.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2019 | 14:42

Ihre Rückantwort habe ich nicht ganz verstanden.
Mein Bruder und ich waren im Testament als Erben eingetragen, es gab keine Schenkung. Ich hätte das Haus verkaufen müssen um die Pflegeheimkosten beider Eltern bezahlen zu können, auf anraten des Notars, der sagte wenn ich verkaufe ist das Geld weg, wenn ich selbst kaufe ist es auch weg, aber ich hätte immer noch das Haus, darauf hin habe ich finanziert (Bankdarlehen) und gekauft, ich bin als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingtragen.
Muss ich bei Scheidung nun nur die Wertsteigerung als Zugewinnausgleich bezahlen, oder wird beim Zugewinn der Gesamtwert der Immobilie zugrunde gelegt?

Danke für Ihre Rückantwort.

Mit freundlichen Grüßen



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2019 | 14:53

Sehr geehrter Fragesteller,

ich habe Sie so verstanden, dass Sie Ihren noch lebenden Eltern das Haus abgekauft haben. Dass Sie als testamentarischer Erbe (zusammen mit Ihrem Bruder) eingesetzt worden sind, ändert nichts daran, dass Sie die Immobilie käuflich erworben haben.

Entscheidend ist nun, ob der Kaufpreis dem objektiven Wert entsprach oder ob Sie die Immobilie zu einem geringeren Preis gekauft haben. Im letzten Fall handelt es sich um eine gemischte Schenkung, weil der Kaufpreis (rechnerisch) nur einen Teil des Hauses widerspiegelt. Im übrigen ist es eine Schenkung.

Maßgeblich für den Zugewinn ist, also, ob das Haus verbilligt an Sie verkauft wurde oder nicht: Wenn Sie den Preis bezahlt haben, den Ihre Eltern auch von einem fremden Käufer hätten bekommen können, ist das ganze Haus in den Zugewinn einzurechnen. Wenn Sie einen geringeren Preis gezahlt haben, ist der Anteil, um den der Wert höher war als der Kaufpreis, herauszurechnen.

In jedem Fall ist das Darlehn, soweit es noch valutiert, im Endvermögen zu berücksichtigen.

Ich hoffe, dass ich nunmehr für Klarheit sorgen konnte.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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