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Zugewinnausgleich - Einzelkonto

30.09.2010 15:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Guten Tag

mein Mann und ich sind noch nicht getrennt, haben also weder einen Trennungsstichtag noch die Scheidung eingereicht, denken aber darüber nach.
Derzeit hat jeder sein Einzelkonto mit entsprechendem Guthaben. Dazu existiert ein gemeinsames Konto und ein Sparkonto.
Ich weiß, dass alles gemeinsame auch entsprechend geteilt wird- da wären wir uns auch sicher einig.
Aber, wann gehen die Einzelkonten in die Berechnung ein und müssen rückwirkend Kontoauszüge vorgelegt werden?
Gehört das Guthaben nicht jedem selbst oder muß das auch aufgeteilt werden? Welche Nachweise müssen erbracht werden?
Mein Guthaben ist nicht groß aber da ich der Teil mit niedrigerem Einkommen bin, da erziehend, möchte ich das Guthaben als Sicherheit gern behalten, schließlich ist es auf meinem Konto und von mir eigens angespart.

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworten darf:

Nach Ihrer Schilderung können Sie derzeit noch keinen Zugewinnausgleich verlangen, da die gesetzlichen Voraussetzungen, die in § 1385 BGB genannt sind, dafür nicht vorliegen werden.

Sollte im Rahmen der Scheidung der Ehe der Zugewinnausgleich beantragt werden, wäre als Stichtag für die Berechnung des Endvermögens der Tag der Zustellung des Scheidungsantrages zu nennen.

Für das Anfangsvermögen wäre der Tag der Eheschließung zugrundezulegen.

Für die Berechnung des auszugleichenden Zugewinns werden auch die beiden von Ihnen genannten Konten Ihres Mannes und ihres verglichen und das darauf befindliche Guthaben dem Endvermögen zugerechnet.

Ob Ihnen Ihr Guthaben dann erhalten bleibt, oder anteilig an Ihren Mann zu zahlen ist, wird davon abhängen, in welche Richtung der Zugewinnausgleich erfolgen wird: Haben Sie während der Ehe einen höheren Zugewinn gemacht, als Ihr Mann, müssten Sie eine Zahlung an Ihn leisten.

Hat Ihr Mann aber, wovon nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung auszugehen ist, mehr verdient und einen höheren Zugewinn erzielt, müsste er eine Zahlung an Sie erbringen.

Das wäre aber konkret auszurechnen.

Für die Ermittlung des Anfangs- und Endvermögens sollten Kontoauszüge vorgelegt werden, da die jeweiligen Kontostände nachzuweisen sind.

Sie sollten aber beachten, dass der Zugewinnausgleich nur auf Antrag eines Ehepartners durchgeführt wird - nicht automatisch. Wenn Sie sich also mit Ihrem Ehepartner über den Ausgleich des Vermögens und etwaigen Zugewinns einig sind, muss darüber kein Gericht entscheiden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.


Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2010 | 16:38

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine kurze Nachfrage, die unbeantwortet blieb noch:
Angenommen wir trennen uns im Januar 2011 und lassen uns ein Jahr später scheiden, muß ich bei möglichem Zugewinnausgleich die Auszüge von heute vorlegen? Wie lange geht das zurück?

Vielen Dank und Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2010 | 21:48

Nein, Sie müssten dann die Auszüge des Stichtages vorlegen, zu dem das Endvermögen berechnet wird - also dem Tag, an dem der Scheidungsantrag zugestellt wird.

Sie müssen aber nicht die Kontoauszüge aus der Ehezeit vorlegen, also die jetzt aktuellen.

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