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Zugewinnausgleich - Bewertung GmbH Anteile - Fiktiver Steuerabzug

| 17. Juli 2010 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich bin frisch geschieden. Der Zugewinnausgleich zwischen meinem Ex-Mann und mir ist bislang noch offen. Er hält Anteile an einer GmbH, zu deren Bewertung beim Zugewinnausgleich ich zwei Fragen habe.

----------

Hintergrund:

Von Steuerberater der Firma wurde bereits eine Unternemensbewertung für die Zeit unserer Ehe nach "Stuttgarter Verfahren" durchgeführt. Die Zahlen sind korrekt und die Berechnung für mich nachvollziehbar.

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Frage 1: Ist eine Bewertung nach "Stuttgarter Verfahren" sinnvoll und angemessen? Die Firma verfügt sowohl über einen sichtbaren Substanzwert, aber auch einen hohen Ertragswert.

Frage 2: Es werden vom ermittelten Wert der GmbH-Anteile fiktive Einkommenssteuern abgezogen. Die Begründung hierfür ist, dass im Falle einer Veräußerung der Anteile stets Einkommenssteuer fällig würde. Mein Ex-Mann folglich nur diesen Wert "nach Steuern" wirklich zur Verfügung hätte. Ist dieser Abzug fiktiver Steuern korrekt bzw. üblich?

17. Juli 2010 | 12:13

Antwort

von


(278)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Fragen zur Unternehmensbewertung.

Zur Frage 1:
Ob eine Bewertung nach dem Stuttgarter Verfahren in Ihrem Fall sinnvoll und angemessen ist, kann nur nach Einsicht der Geschäftsunterlagen festgestellt werden. Dies hängt zum einen natürlich von den betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen ab, aber auch die Frage, welche Bewertungsmethode der Gesellschaftervertrag vorsieht, dürfte relevant sein. Grundsätzlich ist das Stuttgarter Verfahren im Zuge der Erbschaftssteuerreform abgeschafft worden und durch neue Bewertungsverfahren ersetzt worden, weil das Stuttgarter Verfahren in vielen Fällen zu nicht sachgerechten Ergebnisssen führte. In Anbetracht der Tatsache, dass die betroffene Kapitalgesellschaft sowohl über einen ordentlichen Substanzwert als auch einen hohen Ertragswert verfügt, ist es möglich, dass eine Bewertung nach dem Stuttgarter Verfahren ein gutes Ergebnis hervorbringt. Im Rahmen dieses Portals kann dies aber keinesfalls verbindlich beantwortet werden. In Hinblick auf den wirtschaftlichen Wert und die erheblichen finanziellen Folgen sollten Sie sich unbedingt ausführlich anwaltlich beraten lassen. Nur auf Grundlage genauer Kenntnis des Sachverhalts kann man sicher sagen, welche Bewertungsmethode hier geeignet ist.

Zur Frage 2:
Fiktive steuerliche Lasten, die bei einer Veräußerung der GmbH-Anteile entstehen würden, werden nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bei der Bewertung des Unternehmens als notwendige Veräußerungskosten von dessen Wert abgezogen.

Ich hoffe, Ihnen in dieser Angelegenheit weitergeholfen zu haben. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um eine erste Einschätzung handelt, die ausschließlich auf dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt beruht. Sollten hier Angaben weggelassen oder hinzugefügt worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20. Juli 2010 | 22:59

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Können Sie mir auch sagen wie / wann / wo dieser Sachverhalt höchstrichterlich entschieden wurde? Kennen Sie die Urteile? Können Sie mir (zumindest ein) Aktenzeichen nennen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21. Juli 2010 | 10:29

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne komme ich auf Ihre Nachfrage zurück.

Das entsprechende BGH-Urteil finden Sie im Rechtsprechungsreport der Neuen Juristischen Wochenschrift wie folgt:

BGH NJW-RR 2005, Seite 153

Das Urteil des OLG Düsseldorf finden Sie in der Neuen Juristischen Wochenschrift:

OLG Düsseldorf NJW 2008, Seite 450


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22. Juli 2010 | 14:37

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22. Juli 2010
4,6/5,0

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(278)

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54296 Trier
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