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Zugewinnausgleich - Berechnung?

| 28.06.2013 18:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Berechnung des Zugewinnausgleichsanspruchs

Die Ehe besteht als Zugewinngemeinschaft.

EP1 brachte 100.000 EUR als Erbe in die Ehe mit.
EP2 brachte nichts mit.
EP1 und EP2 bauten, auch davon, ein Haus mit jetzigem Wert 400.000 EUR.

EP1 kaufte mit XY eine Mietswohnung für 100.000 EUR ohne Eigenkapital. Das Darlehen wird über eine Lebensversicherung und einen Bausparvertrag mit den Mieteinnahmen bedient. EP1 u. XY sind gleichberechtigt, EP2 ist kein Eigentümer der Mietswohnung.
Die Mietswohnung hat jetzt einen Verkaufswert von 200.000 EUR.
Die Lebensversicherung hat jetzt einen Ansparwert von 25.000 EUR und der Bausparvertrag ebenfalls einen Wert von 25.000 EUR.
Wie sieht die Zugewinnausgleichsberechnung bei einer Scheidung aus?


Einsatz editiert am 28.06.2013 19:09:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Zugewinnausgleichsanspruch wird in der Form errechnet, dass zunächst bei EP1 und EP2 getrennt ermittelt wird, um wieviel das jeweilige Endvermögen das Anfangsvermögen übersteigt. Dieser Betrag ist der jeweilige Zugewinn.

Wenn EP1 und EP2 je zur Hälfte Eigentümer des Hauses sind und dieses Haus nicht mehr mit Krediten belastet ist, hat EP2 ein Endvermögen von 200.000 € (Hälfte des Hauswertes). Dieser Betrag ist, da kein Anfangsvermögen vorhanden war, der Zugewinn von EP2.

Bezüglich der Wohnung verstehe ich den Sachverhalt so, dass EP1 zusammen mit einem Dritten je zur Hälfte Eigentümer ist. Vom Wert der Eigentumshälfte sind die hälftigen Verbindlichkeiten abzuziehen, wenn EP1 und der Dritte den Kredit gemeinsam aufgenommen haben. Wenn ich Sie richtig verstehe, valutiert der Kredit noch in Höhe von 100.000 €, gleichzeitig sind ein Bausparvertrag und eine Lebensversicherung angespart worden. Wenn beide Anlagen dem Dritten und EP1 gemeinsam zustehen, sind auch hier bei EP1 jeweils die hälftigen Vermögenswerte anzusetzen.

Das Endvermögen für EP1 ist damit wie folgt zu errechnen:

1/2 Haus: 200.000 €
1/2 Wohnung: 100.000 €
1/2 Lebensvers.: 12.500 €
1/2 BausparVertr. 12.500 €
1/2 Darlehn: -50.000 €

Endvermögen: 275.000 €

Der Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen das Anfangsvermögen übersteigt. Bei einem Anfangsvermögen von 100.000 € (Erbe) ergibt sich ein Zugewinn von 175.000 €. Nicht berücksichtigt ist hierbei der Kaufkraftverlust im Zeitraum zwischen dem Erbe und dem Stichtag für das Endvermögen. Dieser ist durch die Tabellen zum Lebenshaltungskostenindex zu ermitteln. Dadurch würde sich das Anfangsvermögen entsprechend etwas erhöhen und der Zugewinn etwas reduzieren.

Ohne diese Korrektur ergibt sich bei EP1 ein Zugewinn von 175.000 € und bei EP2 ein Zugewinn von 200.000 €. Die Differenz beträgt 25.000 €. Die Hälfte hiervon, also 12.500 €, müsste EP2 an EP1 als Zugewinnausgleich bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2013 | 22:41

Danke für die schnelle Antwort! Die Erklärung der fiktiven Zahlen ist klar und verständlich für mich und auf meinen konkreten Fall voll nachvollziehbar, super! Wenn Sie im PLZ-Bereich 7xxxx wären, würde ich Sie sofort mit meinem Fall beauftragen. Wenn Sie jetzt noch bestätigen könnten, dass der Lebenshaltungskostenindex von 1985 bis 2012 etwa 1,62 beträgt bekommen Sie von mir alle Sterne in der Beurteilung :-)
Danke und Gruß,
XXX

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2013 | 06:53

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ihre Berechnung ist in etwa richtig: Der Lebenshaltungskostenindex (2005 = 100 %) lag 1985 bei 69 %, 2012 (je nach Monat) bei rund 113 %.

Wenn also bereits 1985 geerbt wurde, ist das Anfangsvermögen von 100.000 € mit 113 % zu multiplizieren und dann durch 69,9 % zu dividieren. Es ergibt sich ein bereinigtes Anfangsvermögen von 161.659,51 €.
Entsprechend verringert sich der Zugewinn von EP1 auf 113.340,49 €.

Die Differenz zum Zugewinn von EP2 liegt dann bei 86.659,51 €.

Die Hälfte hiervon, also 43.329,76 € sind dann der Zugewinnausgleichsanspruch, den EP2 zahlen müsste.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende!

Anja Holzapfel

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2013 | 06:53

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ihre Berechnung ist in etwa richtig: Der Lebenshaltungskostenindex (2005 = 100 %) lag 1985 bei 69 %, 2012 (je nach Monat) bei rund 113 %.

Wenn also bereits 1985 geerbt wurde, ist das Anfangsvermögen von 100.000 € mit 113 % zu multiplizieren und dann durch 69,9 % zu dividieren. Es ergibt sich ein bereinigtes Anfangsvermögen von 161.659,51 €.
Entsprechend verringert sich der Zugewinn von EP1 auf 113.340,49 €.

Die Differenz zum Zugewinn von EP2 liegt dann bei 86.659,51 €.

Die Hälfte hiervon, also 43.329,76 € sind dann der Zugewinnausgleichsanspruch, den EP2 zahlen müsste.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende!

Anja Holzapfel

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.06.2013 | 06:53

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ihre Berechnung ist in etwa richtig: Der Lebenshaltungskostenindex (2005 = 100 %) lag 1985 bei 69 %, 2012 (je nach Monat) bei rund 113 %.

Wenn also bereits 1985 geerbt wurde, ist das Anfangsvermögen von 100.000 € mit 113 % zu multiplizieren und dann durch 69,9 % zu dividieren. Es ergibt sich ein bereinigtes Anfangsvermögen von 161.659,51 €.
Entsprechend verringert sich der Zugewinn von EP1 auf 113.340,49 €.

Die Differenz zum Zugewinn von EP2 liegt dann bei 86.659,51 €.

Die Hälfte hiervon, also 43.329,76 € sind dann der Zugewinnausgleichsanspruch, den EP2 zahlen müsste.

Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende!

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 29.06.2013 | 17:09

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.06.2013 5/5,0
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