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Zugewinn und monatlicher Unterhalt


24.04.2006 19:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Ich lebe seit ca. 10 Jahren von meiner Frau (gesetzlich verheiratet) getrennt und habe monatlich 2500€ Unterhalt gezahlt, da meine Frau nur Minijobs in ihrem Leben gearbeitet hat. Wir haben ein gemeinsames Kind (35J). Ich bin nun in den Ruhestand gegangen (63 J) und meine Einkommensverhältnisse haben sich reduziert auf nunmehr ca. 4700€ monatliche Rente (vor Steuern).Der Unterhalt von 2500€ für meine Frau ist daher nicht mehr gerechfertigt und bezahlbar.
Meine Frau ist 2 Jahre jünger als ich und nicht mehr im Arbeitsprozess vermittelbar, auch aus gesundheitlichen Gründen.
Wir sind uns einig, daß wir uns finanziell endgültig auseinander setzen sollten (wie bei einer Scheidung, dies jedoch nicht zu vollziehen, um den Rentenanspruch für den Überlebenden zu erhalten).
Es gibt eine Vermögen von ca. 475 000€, z. T. Immoblie, z.T Wertpapiere/Bar.Von diesem Betrag stammen ca. 215 000€ aus Erbschaften von mir.Die Immobilie ist eine Wohnung im Wert von ca. 180 000€, die ich allein bewohne. Ich habe sie kürzlich meinem Sohn mit vollem Nießbrauchrecht für mich überschrieben.
Ich habe nun folgende Fragen:
1) Welcher monatlicher Unterhalt steht meiner Frau nach Steuern aus den Rentenzahlungen zu und wie ließe sich das steuerlich regeln (getrennt veranlagt oder splitting möglich)?
2) Wie hoch wäre der Zugewinn, der meiner Frau zusteht?
3)Hat meine Frau weiterhin ein Anrecht auf Kapitaleinkünfte aus meinen Erbschaften, die ja vom Zugewinn ausgenommen sein müßten?
4) Gibt es Standardverträge für solch eine Regelung, in die nur die entsprechenden Zahlen eingesetzt werden müßten?
5) Ist es sinnvoll/notwendig einen Mediator einzuschalten und was würde so etwas kosten?
MfG
Anonymimus
24.04.2006 | 22:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1.Für eine Unterhaltsberechnung müssten Sie mitteilen, was Ihre Ehefrau an Einkünften (Rente...) erzielt. Daraus könnte man den sog. Versorgungsausgleich berechnen. In einem zweiten Schritt würde man ermitteln, was Sie dann noch an Unterhalt zu zahlen hätten. Nur wenn Sie ca. wissen, was Sie im Scheidungsfall zahlen müssten, kann man beurteilen, welche außergerichtliche Regelung für Sie noch vorteilhaft wäre. Steuerlich ist sowohl eine getrenn t Veranlagung wie auch ein splitting möglich. Das Ehegattensplitting ist in der Regel dann vorteilhafter, wenn ein Einkommensgefälle zwischen den Ehegatten besteht.

2. Für die Berechnung des Zugewinns müssen die Vermögen beider Ehegatten miteinander verglichen werden. Es reicht daher nicht aus, wenn Sie das Gesamtvermögen in Höhe von ca. 475 000 € mitteilen. Bei jedem Ehegatten muss getrennt der während der Ehe eingetretene Vermögenszuwachs bestimmt werden. Für die Berechnung benötigt man daher Informationen zu Ihrem Anfangs- und Endvermögen sowie zum Anfangs- und Endvermögen Ihrer Ehefrau.

3. Haben Sie während der Ehe Vermögen geerbt, hier 215.00 € würde Ihre Frau aus der Erbschaft nichts bekommen.Etwas anderes gilt nur für die Zinsen. Hierbei handelt es sich um eine Wertsteigerung während der Ehe, die in den Zugewinn mit einfließt.

4. Es gibt Grundmuster für Unterhaltsvereinbarungen. Hierbei handelt es sich aber nur um Bausteine, die individuell auf den Einzelfall angepasst werden müssen. Die individuellen Vorstellungen sind in der Praxis zu kompelex."Den" Vertragstext gibt es daher leider nicht.

5. Wenn Sie einen Mediator einschalten wollen, müssen sich beide Parteien einig sein. In der Regel erfolgt die Meditation auf Stundenbasis. Genaue Auskünfte über die Kosten kann ich Ihnen leider nicht geben,hier kommt es auf den individuellen Stundensatz an. Die Kosten können Sie bei den einzelnen Mediatoren unverbindlich erfragen. Sie müssen aber bedenken, dass für die vertragliche Gestaltung zusätzliche Anwaltsgebühren anfallen.

Insgesamt benötigt man für eine genaue Berechnung weitere Informationen auch zu den finanziellen Verhältnissen Ihre Ehefrau.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2006 | 10:59

Danke für die Antwort, die meine Fragen leider nicht ausreichend beantwortet.
1) Ich habe angedeutet, dass meine Frau nur Minijobs gemacht hat, also auf Ihrer Seite weder benerkenswertes Einkommen, noch Vermögen existiert. Gehen Sie mal bei beidem von null aus.Auch das Anfangsvermögen meiner Frau ist vernachlässigbar. Bitte mit Zahlbeispiel antworten.
2) Meine Fragen sollten klären, wie eine gerichtliche Scheidung finanziell ausgehen könnte und danach eine außergerichtliche Regelung anzupassen. Die Antwort gaht darauf nicht ein, sondern dreht die Situation um .." Nur wenn sie ca wissen, was sie im Scheidungsfall zahlen müssen....."
3) Die Frage 3 meiner ursprünglichen Frage ist nicht beantwortet.Dies war meine wichtigste Frage!Nämlich, ob meiner Frau NACH einer Zugewinnregelung weiterhin Kapitaleinkünfte aus meinen Erbschaften zustehen.(Ich muss zugeben, dass meine Frage nicht präzise genug formuliert war.)
4) Mediator: Natürlich müssen wir uns einig sein, einen Mediator einzuschalten, die Frage ging aber mehr in die Richtung, ob dieser dann auch die rechtlichen Fragen kompetent beantworten kann und ev. einen entsprechenden Text vorschlagen kann.Welche Stundensätze sind bei Mediatoren üblich und wieviel Stunden muss man ansetzen?
MfG
Anonymimus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.05.2006 | 11:31

Nachfrage hat sich erledigt.

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