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Zugewinn bei Scheidung, wenn ich nicht im Grundbuch stehe?


16.03.2007 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



meine frau will sich scheiden lassen. wir haben uns vor 4 jahren ein haus gekauft im wert von 600 000 euro. den kaufvertrag sowie den darlehensvertrag habe ich gemeinsam mit meiner frau unterschrieben. jetzt ist es aber so, dass ich nicht im grundbuch stehe, also notariell keinen anspruch habe. welche anspüche auf das haus kann ich dennoch geltend machen im falle der trennung bzw. scheidung?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Sollte es sich bei dem Haus um ein Haus handeln, welches Sie mit Ihrer Frau bewohnen bzw. bis zur Trennung gemeinsam bewohnt haben, dann sollte zunächst geklärt werden, was mit dem Haus passieren soll, ob ein Ehegatte es weiter bewohnen soll oder ob sich die Ehegatten das Haus teilen. Sollten Sie sich diesbezüglich nicht einig werden können, müsste diese Frage gerichtlich geklärt werden. Unter Umständen, je nach den konkreten Gegebenheiten Ihres Falles, würde das Gericht Ihnen die weitere Nutzung des Hauses zu Wohnzwecken zusprechen.

Im Übrigen wird das Haus im Rahmen des Zugewinnausgleichs zu berücksichtigen sein. Bei der Durchführung des Zugewinnausgleichs werden die Vermögensstände beider Ehegatten zu Beginn und zum Ende der Ehe miteinander verglichen. Den Vermögenszuwachs, den ein Ehegatte während der Ehezeit erlangt hat, nennt man Zugewinn. Hat der eine Ehegatte einen höheren Zugewinn erzielt als der andere, muss er die Hälfte der Differenz zwischen beiden Zugewinnen dem Ehegatten auszahlen. Dies nennt man Zugewinnausgleich.

In Ihrem Fall hat Ihre Frau dadurch, dass sie alleinige Eigentümerin eines Hauses geworden ist, einen Vermögenszuwachs während der Ehe erzielt. Bei der Berechnung des Wertes dieses Vermögenszuwachses sind allerdings die Darlehensbelastungen zu berücksichtigen. Sofern Sie keinen genauso hohen Vermögenszuwachs erzielen konnten, wird Ihre Frau Ihnen eine Geldsumme zum Ausgleich des Zugewinns zahlen müssen. Auf diese Weise partizipieren Sie an dem durch den Kauf des Hauses geschaffenen Vermögenswert, allerdings nur in Form eines Geldbetrags.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Einschätzung zu Ihrer Situation vermitteln. Für das weitere Vorgehen werden Sie nicht umhin kommen, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Suchen Sie daher beizeiten einen auf das Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt auf, der Angelegenheiten wie das weitere Schicksal des Hauses für Sie in die Hand nimmt. Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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