Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
511.296
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zugewinn (Scheidung)

| 19.04.2009 16:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Unser Sohn hat - längere Zeit vor seiner Verehelichung - einen Anteil an einer (Familien-) Immobile geerbt..Er wird voraussichtlich diesen Anteil an seine Schwester oder den Schwager verkaufen.

In der gegenwärtigen Situation würde der Immobilienanteil im Fall einer Scheidung den Zugewinn nicht beeinflussen, da er bereits vor der Ehe vorlag. Gilt dies auch für den Geldbetrag, den unser Sohn beim Verkauf erhält, der sich durch diesen Verkauf plötzlich aus einem bei Beginn der Ehe vorhandenes (Immobilien-)Vermögen in einen nach Beginn der Ehe entstandenes (Geld-) Vermögen umwandelt, der wo möglich bei einer Ehescheidung dem Zugewinn des Sohnes hinzu gerechnet würde?
Müsste/sollte dieses Geldvermögen auf einem speziellen Konto oder Wertpapierdepot angelegt werden, um die Besonderheit dieses bei einer Scheidung ggf. nicht ausgleichspflichtigen Wertes zu verdeutlichen?
Es ist klar, dass Zuwächse (Zinsen etc.), die nach dem Verkauf der Immobilie aus dem Geldvermögen entstehen, ausgleichspflichtig wären.
(In der Annahme, dass meine Frage für einen Experten relativ rasch zu beantworten ist, habe ich mir erlaubt, nur ein bescheidenes Honorar vorzuschlagen).

Ich danke im voraus.
W. Stammberger

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Wie Sie zutreffend feststellen, hat die Immobilie derzeit – bis auf den Zinsgewinn, Wertzuwachs etc. – keinen Einfluss auf den Zugewinn. Dies liegt daran, dass sie sowohl im Anfangs- als auch im Endvermögen einzusetzen ist und sich damit weitestgehend wertneutral auswirkt.

Wenn Ihr Sohn diese Immobilie verkauft, tritt an ihre Stelle in das Endvermögen der dafür erhaltene Kaufpreis, wenn er zum Stichtag (Zustellung Scheidungsantrag) noch vorhanden ist. Im Anfangsvermögen steht die Immobilie weiterhin. Hier ist es erforderlich, deren Wert zum Anfangsstichtag (Eheschließung) nachweisen zu können.
Sofern der Kaufpreis dem Wert der Immobilie zum Zeitpunkt der Eheschließung entspricht, ist ein Ausgleich nicht erforderlich. Ein Zugewinn wäre nur erzielt, wenn der Kaufpreis den Wert zum Zeitpunkt der Eheschließung übersteigt. Dieser übersteigende Betrag würde sich als Zugewinn darstellen und wäre – abgesehen von anderen Vermögenspositionen – ausgleichspflichtig.

Ausgleichspflichtig bzw. ins Endvermögen zählt somit sowohl die Immobilie als auch der sie ersetzende Kaufpreis. Der Ausgleich entfällt allein dadurch, dass Ihr Sohn die Immobilie bereits bei der Eheschließung hatte und sich rein rechnerisch ein Zugewinn (bis auf Zinsertrag, Wertsteigerung etc.) nicht ergibt.

Insofern ist ein spezielles Konto etc. nicht erforderlich, da alle Vermögenswerte Ihres Sohnes, egal in welcher Anlageform, in das Endvermögen zählen und dieses grundsätzlich erhöhen.


Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort dennoch geholfen zu haben und möchte Sie abschließend noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 21.04.2009 | 10:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort kam prompt und war gut zu verstehen."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.04.2009 4,2/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67045 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
einwandfreie Beratung, Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bedanke mich für eine sehr schnelle und vor allem aussagekräftige Antwort. Auch meine Rückfrage wurde vo Herrn Dietrich unmittelbar im Anschluß zufriedenstellend bantwortet. Wenn doch immer alles so glatt laufen könnte :) ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Nach meiner Einschätzung war die Antwort schnell, kompetent, genau im erhofften Umfang, in einer für Laien verständlichen Sprache ...
FRAGESTELLER