Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zugewinn Scheidung


| 14.12.2012 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich lebe seit 2011 getrennt. Meine Frau hat in 1986 nach sechs Jahren Ehe ein Grund in vorweggenommener Erbfolge im heitigen Wert von 46000 € von ihrer Mutter geerbt. Am gleichen Tag überschrieb sie mir die Hälfte des Grundstücksstücks. Bei der Zugewinnberechnung taucht das Grundstück in ihrem Anfangsvermögen auf bei mir soll es nicht eingestellt werden. Ist das rechtlich korrekt?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ja, ist es dem Grunde nach.

Warum:

Nach § 1374 II BGB ist Vermögen, dass ein Ehepartner geschenkt erhalten hat oder aber mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erworben hat (so wie in Ihrem Fall) dem Anfangsvermögen hinzuzurechnen.

Das bedeutet, bei Ihrer Frau ist dieses Grundstück mit dem Wert welches das Grundstück 1986 hatte dem Anfangsvermögen hinzuzurechnen.

Daran ändert sich auch nichts, wenn das Grundstück später v nicht mehr oder nicht mehr vollständig im Vermögen Ihrer Frau vorhanden sein sollte.

Also: Die Hinzurechnung des Grundstücks bei Ihrer Frau zum Anfangsvermögen ist korrekt.

Auf Ihrer Seite wird die Grundstückshälfte nur dann bei Ihnen im Anfangsvermögen berücksichtigt, wenn diese sich am Tag der Eheschließung in Ihrem Vermögen befand. Dies ist jedoch nicht der Fall, da sie erst 6 Jahre nach Eheschließung an Sie übertragen wurde.

Nun lag in Ihrem Falle aber auch eine Schenkung der Grundstückshälfte seitens der Frau an Sie vor, so dass vom Wortlaut des Gesetzes Sie die Grundstückshälfte auch dem Anfangsvermögen hinzurechnen könnten.

Hier hat jedoch der BGH (BGHZ 101, 65, 69 ff = NJW 1987, 2814) entschieden, dass § 1374 II BGB, also die Hinzurechnungsmöglichkeit unter Ehegatten gerade nicht gilt.

Insoweit ist es leider auch korrekt, wenn die an Sie geschenkte Grundstückshälfte im Anfangsvermögen nicht auftaucht und auch nicht dem Anfangsvermögen hinzugerechnet wird.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



Bewertung des Fragestellers 14.12.2012 | 14:54


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Kompetenter Anwalt, ausführliche belegte Antwort. Leider komme ich nicht an die BGH Urteile."
FRAGESTELLER 14.12.2012 4,2/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER