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Zugewinn Immobilie

| 28.07.2014 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:48

Zusammenfassung: Eine während der Ehezeit im Wege der vorweggenommenen Erbfolge übertragene Immobilie wird i. d. R. dem Anfangsvermögen zugerechnet. Wertsteigerungen während der Ehezeit führen zur Erhöhung des Endvermögens und können zum Ausgleich des Zugewinns verpflichten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

kurze Sachlage:
meine Frau und ich verheiratet seit 1989, haben keine Gütertrennung vereibart (Zugewinn). In der Ehe (1992) hat meine Frau von ihrem Vater ein Häuschen überschrieben bekommen.Sie steht alleine im Grundbuch,der Vater ist zwischenzeitlich verstorben. Wir haben das Haus stark erweitert und aufgehübscht. Denke es ist jetzt mindestens das Doppelte wert. Dies liegt an der Erweiterung, Erneuerung einzelner Segmente, bzw der Immobiliensteigerung ggü. 1992.

Ich habe von meinem Vermögen (LV sowie Geldgebungen meiner Eltern) einen großen Teil zur Renovierung und Neuanbau beigesteuert. Seit ca.einem halben Jahr leben wir getrennt.

Frage: welchen Anspruch habe ich an dem Haus ( halber Zugewinn- Wertsteigerung der Immobilie?) und wie kann man den Wert des Hauses von 1992 am Besten ermitteln? Eine Schätzung des heutigen Verkehrwertes ist bestimmt leichter durchzuführen.

Meine Frau meint : Es gibt nix, Pech gehabt, da sie im Grundbuch steht :-(

Vielen Dank für Ihr Interesse und Beantwortung meiner Frage.



Einsatz editiert am 28.07.2014 21:36:42
28.07.2014 | 22:39

Antwort

von


(464)
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37083 Göttingen
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Sehr geehrter Fragesteller,

die Auffassung Ihrer Frau geht fehl: im Rahmen des Zugewinnsausgleichs werden gerade unterschiedliche Vermögenszuwächse der Eheleute während der Ehezeit ausgeglichen. Es wird jeweils das Endvermögen der Ehepartner mit ihren Anfangsvermögen verglichen.

Die Zuwendung des Hauses scheint „mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht" erfolgt zu sein. Dieser Fall wird in § 1374 Abs. 2 BGB geregelt. Das Haus wird mit seinem damaligen (1992) Wert dem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Das Endvermögen Ihrer Frau bestimmt sich u. a. nach dem heutigen Wert des Hauses (bzw. genauer nach dem Wert, den Haus hat, wenn der Scheidungsantrag zugestellt wird).

Der Zugewinn Ihrer Frau besteht aus der Differenz zwischen End- und Anfangsvermögen. Wenn Sie während der Ehezeit einen geringeren Vermögenszugewinn als Ihre Ehefrau zu verzeichnen haben (z. B. weil Sie Geld in das Haus gesteckt haben), haben Sie einen Anspruch auf Zugewinnausgleich gegen Ihre Frau.

Mit den Wertermittlungen kann – wenn Sie sich mit Ihrer Frau nicht einigen können - ein Sachverständiger für Immobilienbewertung beauftragt werden. Sie sollten außerdem einen Anwalt vor Ort beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 30.07.2014 | 15:13

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Frage.
Einen Punkt hätte ich noch zum Sachverhalt:
Ich glaube eine Immobilienbewertung evtl auf den EinheitsWert 1914 müsste möglich sein, da Baupläne vorliegen.
Schwieriger wird es mit der Vermögensaufstellung zum Heiratstermin. Wie ist es allg. üblich, bzw gibt es ausser persönlicher Aufschreibungen eine Möglichkeit das Anfangsvermögen darzustellen.Können die Banken dies über einen solangen Zeitraum erwirken? DANKE

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2014 | 20:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage betrifft allgemein die Feststellung des Anfangsvermögens, betrifft also einen anderen Sachverhalt als Ihre ursprüngliche Frage und geht daher über die (kostenlose) Verständnisfrage hinaus.

Daher nur kurz folgendes: Anfangsvermögen müßte von dem, der es behauptet, bewiesen werden. Sonst wird das Anfangsvermögen mit „0" vermutet (was bedeutet, daß das gesamte Endvermögen den Zugewinn darstellen würde).

Banken müssen zwar Kontobewegungen „nur" 10 Jahre speichern. Tatsächlich werden die Daten jedoch bis zu 30 Jahren gespeichert. Entsprechende Auskünfte der Bank sind allerdings kostenpflichtig.

Das Haus wird mit dem Verkehrswert zu den Zeitpunkten Schenkung 1992 und Zustellung des Scheidungsantrags bewertet, der Einheitswert spielt dabei keine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.08.2014 | 11:44

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