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Zugewinn-Höhe bei Vorbesitz?


| 29.03.2005 23:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Kurz vor Eheschließung wurde von mir ein Haus auf Rentenbasis übernommen, während (der noch bestehenden) Ehe aus dem weitestgehend von mir alleinig aufgebrachten Einkommen bis zum Tod des Begünstigten bedient. Während dieser Zeit der Ehe wurden 100 TDM an Rentenzahlung geleistet. Das Haus wurde anlässlich eines gemeinsamen Neubaus für 400 TDM verkauft. Aus diesem Erlös wurden von mir 150 TDM in Wertpapiere und 250 TDM in das neue Haus gesteckt. Aus den Erträgen der Wertpapiere flossen noch weitere ca. 100 TDM in das Haus. Alles nachweislich von Belegen. Der inzwischen gemeinsam mit den Kindern bezogene Neubau ist schuldenfrei und hat einen Verkehrswert von ca. 300 T€ (~ 600 TDM). Das Wertpapierdepot hat heute einen Wert von 35 T€.

Während der Ehe wurde übrigens ein Kapitallebensversicherung (Einmal-Auszahlung) auf mich mit einem Rückkaufswert von derzeit 40 T€ eingezahlt.

Wie würde der vorgenannte Sachverhalt bei einer Trennung/Scheidung bzgl. eines Zugewinn-Ausgleiches konkret in einer Teilung berücksichtigt? Was steht im Falle einer Trennung/Scheidung mir zu und was meiner Ehefrau?

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Guten Morgen,

für die Ermittlung des Zugewinns wird bei jedem der Ehepartner zunächst das Anfangsvermögen, dann das Endvermögen ermittelt. Anfangsvermögen ist das Vermögen, mit dem Sie in die Ehe gegangen sind, Endvermögen ist das Vermögen, das bei Beendigung des ehelichen Güterstandes (noch) vorhanden ist.

Eine genaue Berechnung läßt sich erst erstellen, wenn sämtliche Positionen für beide Ehegatten bekannt sind. Hier sollten Sie, da es sich um eine komplizierte juristische Materie handelt, den Rat eines Rechtsanwaltes vor Ort suchen.

Für das von Ihnen in die Ehe eingebrachte Haus wird zur Berechnung des Anfangsvermögens der Wert des Hauses abzüglich der darauf lastenden Verbindlichkeit angenommen. Da es sich um keine feste Verbindlichkeit handelt (ungewisse Laufzeit bis zum Tode des Berechtigten), wird man hier einen statistischen Wert für die Gegenleistung annehmen müssen. Es werden also als Belastung des Hauses die Zahlungen angenommen, die bis zum Ablauf der durchschnittlichen Lebenserwartung des Berechtigen hätten gezahlt werden müssen. Dies kann mehr, kann aber auch weniger als die von Ihnen erbrachten Zahlungen sein.

Für das Wertpapierdepot wird der Wert angesetzt, den das Depot bei Beendigung des Güterstandes hat. Derzeit sind dies 35.000,- EUR. Diese werden Ihrem Endvermögen zugeschlagen.

Gleiches gilt auch für die von Ihnen abgeschlossene Lebensversicherung. Eine Kapitallebensversicherung unterliegt dem Zugewinnausgleich. Anders läge es gem. § 1587 a II Nr. 5 BGB bei einer Lebensversicherung auf Rentenbasis.

Das gemeinsame Haus wird jeweils zur Hälfte den beiden Ehepartner angerechnet. Es kommt hier nicht darauf an, wer im Innenverhältnis tatsächlich Leistungen erbracht hat. Entscheidend sind allein die juristischen Eigentumsverhältnisse.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2005 | 00:25

Danke für die Info - doch nur mal bei der Betrachtung des Hausbeitzes nachgefragt:

Wenn man den Wert des eingebrachten Hauses mit T€ 200, die (fiktive) Rentenverbindlichkeit mit T€ -50, die Erträge aus dem Hausverkauf mit T€ 200 verteilt in Aktienpaket T€ 70 (daraus Gewinn von T€ +50 in Neubau) und Investition von T€ +130 in gemeinsamen Neubau unterstellt - wie wird welcher Wert hier im Zugwinn berechnet? D.h. kann ich einfach nach dem Verkauf des Neubaus (T€ 300) rechnen: 300-(+130 -50 +50) gleich 170; geteilt durch 2 gleich T€ 85. Meine Frau bekäme T€ 85. Ich zusätzlich aus meinem Invest aus dem Vorbesitz netto T€ 130, also zusammen T€ 215. Milchmädchenrechnung? Oder kann ich schlicht überhaupt nichts aus diesem Invest aus dem Vorbesitz für mich retten, d.h. jeder bekommt T€ 150?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2005 | 14:00

Guten Tag,

Sie können insoweit aus dem Vorbesitz etwas retten, als dieser positiv beim Anfangsvermögen und negativ -weil nicht mehr vorhanden beim Endvermögen berücksichtigt wird.

Grobe Rechnung anhand der von Ihnen angegebenen Daten (ohne Berücksichtigung anderer Vermögenswerte)
Anfangsvermögen: eigenes Invest 150.000,- € (200.000 ./. Rentenbelastung 50.000 €.
Endvermögen: eigenes Invest 0,- €, Wertpapiere 35.000,- €, gemeinsames Haus 150.000,- €, Lebensversicherung 40.000 €

Differenz Anfangsvermögen - Endvermögen: 75.000,- €

Bei Ihrer Frau Anfangsvermögen 0,- €
Endvermögen: gemeinsames Haus 150.000,- €

Differenz Anfangsvermögen - Endvermögen 150.000,- €

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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