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Zugewinn Hausrat

| 22.02.2011 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch


Vor meinem 1. Tag der Trennung habe ich mir bereits eine Wohnung genommen, diese nahezu ein Jahr renoviert, einiges an Einrichtung gekauft. ( aber weiter in der ehelichen Wohnung gewohnt ) Ich hatte also Kosten für Handwerker und Hausrat sowie Einrichtung VOR der offiziellen Trennung.
Erst danach bin ich auf Druck der Ex offiziell ausgezogen, habe einiges an Geldanlagen ( auch LV ) kündigen müssen um weitere finanzielle Mittel für die gleichen Kosten zu haben wie oben, aber hier NACH der Trennung. Also Handwerker, Hausrat und Einrichtung.

Wie unterschiedlich sind nun diese Kosten im Zugewinn zu werten?
Welche Unterschiede in der Handhabung von Hausrat VOR und NACH dem ersten Tag der Trennung gibt es?
Ebenso Kosten für Handwerker für Renovierung einer eigenen Mietwohnung?
Gibt es da Unterschiede.
Ich habe dazu meine LV verkaufen müssen um Geld für Hausrat und Möbel zu haben. Ich bin nicht der Meinung, dass diese im Zugewinn angerechnet werden sollte, da die Ex sich weigerte Hausrat raus zu rücken. Auch sie hat sich NACH der Trennung alles an Hausrat neu gekauft.
Man kann doch nicht einem den Hausrat nicht anrechnen, dem anderen Partner aber die finanziellen Aufwendungen dafür schon, oder?
Ich würde mich über eine knackige Antwort freuen, die sich auch einem Laien im Verständnis erschliesst.
Besten Dank im Voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

der Zugewinnausgleich dient dem Ausgleich des von beiden Partnern während der Ehe erworbenen Vermögens. Für die Berechnung wird gegenübergestellt jeweils das Anfangs- und das Endvermögen der Partner. Der Partner, der während der Ehe den höheren Zugewinn erzielt hat, ist dem anderen Partner zum Ausgleich verpflichtet.

Zu berücksichtigen sind im Rahmen des Zugewinnausgleiches daher auch nur Vermögenswerte. Der Hausrat gehört nicht dazu.

Berechnet wird der Stand des Endvermögens zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages.

Sofern zu diesem Zeitpunkt Vermögen, z.B. in der Form von Kapitallebensversicherungen vorhanden war, ist dies beim Zugewinnausgleich zu berücksichtigen.

Es kommt also (leider) nicht darauf an, ob Sie vor oder nach der Trennung dieses Vermögen für die Anschaffung von Hausrat nutzen mussten, sondern ob die Anschaffungen vor oder nach Zustellung des Scheidungsantrages erfolgt sind.

Das Trennungsjahr, das Voraussetzung für eine einvernehmliche Scheidung ist, beginnt mit der Trennung. Diese kann auch innerhalb einer gemeinsamen Wohnung erfolgen, ein Auszug ist nicht zwingend notwendig.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen verständlichen Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Lausch
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2011 | 14:23

Sie schreiben es käme darauf an ob VOR oder NACH Zustellung der Scheidung das Vermögen zur Beschaffung von Hausrat erfolgte. Gut, die LV wurde VOR Zustellung der Scheidung für Hausrat verbraucht.
Nur wurde das Recht dahingehend geändert, dass auch Auskunft über Zugewinn zum ersten Tag der TRENNUNG erfolgte, dies war plötzlich 2 Jahre früher. Da hatte ich also noch die LV im Zugewinn. Wie ist das unter dieser Prämisse zu bewerten?
Danke übrigens für die überaus schnelle Antwort.
Beste Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2011 | 14:41

Sehr geehrter Fragesteller,

die Neuregelung, die Sie ansprechen, betrifft lediglich einen erweiterten Auskunftsanspruch. Dieser nun zusätzlich eingeführte Anspruch auf Auskunft zum Zeitpunkt der Trennung soll verhindern, dass in dem mindestens ein Jahr andauernden Trennungszeitraum Vermögensmanipulationen zu einer Verringerung des möglichen Ausgleichsanspruches führen.

Die Berechnung des Zugewinns erfolgt jedoch nach wie vor zu dem bisherigen Stichtag, wobei Verminderungen durch unzulässige Manipulation dem dann vorhandenen Vermögen zugerechnet wird.

Die Anschaffung notwendigen Hausrates und der Ausgleich von Handwerkerrechnungen etc. stellt keine unzulässige Vermögensmanipulation dar. Entsprechend ist Ihr Vermögen durch die von Ihnen getätigten Aufwendungen zwar geringer, als zum Zeitpunkt der Trennung, für den Zugewinnausgleich zugrunde zu legen ist nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt jedoch nur das Vermögen zum Stichtag.

Sie werden jedoch belegen müssen, dass das Vermögen für notwendige Anschaffungen etc. verwandt worden ist.

Mit freundlichen Grüßen

Lausch
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 22.02.2011 | 14:49

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FRAGESTELLER 22.02.2011 5/5,0
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