Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zugewinn - Endvermögen - Forderungen gegen den Ehegatten

23.03.2010 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Abend,

in der vorgerichtlichen Verhandlung (Ehescheidung) haben meine Ehefrau und ich uns gegenseitig die Auskünfte über Zugewinn-Werte erteilt. Unter dem Punkt Endvermögen, da meine Ehefrau mir Geld
schuldet, schrieb ich eine entsprechende begründete Forderung.
Diese Forderung wurde dann von ihrem Rechtsanwalt anerkannt.
Der Rechtsanwalt meiner Ehefrau vermindert jedoch die Summe des Endvermögens meiner Ehefrau um diese Quote als Passiva und berechnet diese bei mir als Aktiva.
Das verstehe ich nicht. Das Geld, das meine Ehefrau hat und welches mir fehlt (Schulden), müsste zu meinen Gunsten angerechnet werden. Wenn diese Quote von dem Endvermögen meiner Ehefrau abgeschrieben und zu meinem Endvermögen zugeschrieben wird, ergibt sich eine Differenz in Plus bei mir, was bedeutet, dass ich nicht nur kein Geld zurückbekomme, sondern
selbst die Quote meiner Ehefrau schulde, wie es aus meiner Berechnung hervorgeht, z.B. ich +1000, meine Frau -1000, Differenz 2000, ich schulde 1000.
Bitte, erklären Sie mir, wie das richtig funktionieren soll.
Danke!
Adam Pol

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage. Leider kann man ohne genaue Angaben, insbesondere zu den Zahlen im einzelnen, keine verbindliche Aussage treffen.

Wenn Sie eine anerkannte Forderung gegen Ihre Frau haben, dann müsste man zunächst prüfen, ob diese Forderung im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung an anderer Stelle berücksichtigt worden ist, etwa beim Unterhalt. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es richtig, diese Forderung im Zugewinn zu berücksichtigen.

Ein Anspruch des einen Ehegatten gegen den anderen, ist bei diesem als passives und bei jenem als aktives Endvermögen einzustellen (Palandt-Brudermüller, § 1375 Rn. 17).

Es kommt also nach Einstellung der Forderung darauf, ob Sie oder Ihre Frau den höheren Zugewinn in der Ehe erwirtschaftet haben. Die Forderung wird nicht isoliert betrachtet, sondern in die Gesamtbetrachtung. Derjenige, der den höheren Zugewinn hat, muss die Hälfte der Differenz ausgleichen.

Grundsätzlich hat der Anwalt Ihrer Frau also Recht.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 73575 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die kompetente Antwort und Ihre rechtliche Einordnung! Beste Grüße ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine fachlich kompetente Antwort des Anwalts. Sehr weiter zu empfehlen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super, schnell, klar und deutlich. Recht herzlichen Dank. ...
FRAGESTELLER