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Zugewinn Bewertung

| 24.02.2009 00:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Trennung ist erfolgt, Unterhalt für mich undZugewinnsausgleich steht an.

Ich habe ein Haus,meine Frau 2 Unternehmen.

Bei einem kleinen Unternehmen hat meine Frau jahrelang die Buchführung formal fehlerhaftgemacht und auch nicht alle Kunden angegeben. Dies könnte ich durchKopien tatsächlicher Aufzeichnungen beweisen.

Bei dem großen Unternehmen wurde bei der letzten Betriebsprüfung vom Finanzamt erhebliche Zuschätzungen vorgenommen , was auch bei einer nächsten Prüfung zu erwarten wäre.

Wenn nun die Zahlen vom Steuerberater zu Grunde gelegt werden,erhalte ich wenig Unterhalt und wahrscheinlich keinen Zugewinnausgleich.
Würde eine Betriebsprüfung durchgeführt oder gar Steueranzeige gestellt, und die Mißstände aufgedeckt, wäre dies natürlich anders- höherer Unterhalt und sogar Zugewinnausgleich für mich.

Nun habe ich gelesen,dass man seine Noch-Frau nicht anzeigen darf oder ähnl., wegen "nachehelicher Solidarität".

Wie kann ich es erreichen, dass die "richtigen"zahlen Verwendung finden?

Was wäre,wenn ein Zugewinnausgleich durchgeführt würde,und später-in 1 oder 2Jahren- eine Betriebsprüfung feststellt, dass der Wert des Unternehmens bzw. das Einkommen hieraus höher gewesen ist- kann nachträglich derZugewinnausgleich geändert werden?


-- Einsatz geändert am 24.02.2009 01:48:57

Sehr geehrter Ratsuchender,

im Rahmen eines Zugewinnausgleichsverfahrens ist der Wert der Unternehmen zum Stichtag zu ermitteln. Gibt es keine anderslautende vertragliche Vereinbarung ist dieses der Tag der Zustellung des Scheidungsantrages.

Die Ermittlung des Wertes der Unternehmen Ihrer Frau muss nach Ihrer Darstellung durch ein unabhängiges Sachverständigengutachten erfolgen.

Keinesfalls sollten und können Sie sich mit der Auskunft des Steuerberaters zufrieden geben. Das müssen Sie auch nicht. Sie haben das Recht auf die korrekte Wertermittlung der Unternehmens.

Sollte kein Einvernehmen über die Einholung eines Gutachtens erzielt werden, müssen Sie Ihren Anspruch gerichtlich anhängig machen. Im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens wird dann dieses Sachverständigengutachten eingeholt werden, was allerdings auch ausdrücklich beantragt werden muss.

Der Sachverständige prüft dann auch sämtliche geschäftlichen Unterlagen und ermittelt den Wert der Unternehmen. Je nach Unternehmensformen kann es der Ertragswert sein oder aber auch der Substanzwert mit einen sogenannten Good Will bei personenbezogenen Unternehmen. Ohne ein Sachverständigengutachten wird sich in Ihrem Fall voraussichtlich der Wert auch gar nicht ermitteln lassen.

Im Rahmen eines Verfahrens können Sie auch vortragen, dass die Buchführung im Unternehmen nicht ordnungsgemäß geführt worden ist und dieser Faktor mit zu berücksichtigen ist, weil tatsächlich andere Einnahmen zu Grunde zu legen sind. Sie sollten dieses aber auch nachweisen können.

Stellt sich später heraus, dass erteilte Auskünfte im Zugewinnaussgleichsverfahren nachweislich falsch waren, hätten Sie möglicherweise noch einen Schadensersatzanspruch. Das wäre aber gesondert zu prüfen. Dieses könnte der Fall sein, wenn dem Sachverständigen nicht alle und /oder unzutreffende Unterlagen zur Verfügung gestellt werden.

Nach Ihrer Darlegung werden Sie mit anwaltlicher Hilfe, neben der Einkommensermittlung insbesondere den Wert der Unternehmen durch einen Sachverständigen feststellen lassen müssen. Sie müssen mit Ihrem Anwalt auch die "Vorgeschichte" besprechen.

Auch bei der Unterhaltsfrage müssen Sie sich nicht allein mit den Angaben des Steuerberaters zufrieden geben. Bei der Frage des Einkommens Ihrer Frau kann insbesondere neben den Privatentnahmen auch der Lebensstil der Frau als Indiz dafür herangezogen werden, ob das der Frau zur Verfügung stehende Einkommen tatsächlich höher sein muss, als ausgewiesen.

Insgesamt sollten Sie auf jeden Fall einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2009 | 11:33

Aber direkt ans Finanzamt wenden darf ich mich also nicht, sondern nur über den "Umweg" Sachverständiger / Gericht, bei denen ich dann aber auch nicht weiß, wie sie meine Informationen bewerten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2009 | 11:58

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Sachverständiger wertet in einem Gutachten nicht nur Ihre Informationen aus, sondern führt die Wertermittlungen nach den gesamten Geschäftsunterlagen, die Ihre getrenntlebende Frau vorzulegen hat, durch.

Gleiches gilt auch im Rahmen eines Unterhaltsverfahrens. Da Sie auch Unterlagen haben, die weitere Einkünfte nachweisen, können Sie diese auch in einem Gerichtsverfahren vorlegen.

Es ist hier nicht unbedingt eine Frage, ob Sie sich an das Finanzamt wenden dürfen, sondern eine Frage, wie Sie bestmöglich Ihre Interessen wahren können. Dieses wird nach meiner Einschätzung der von mir aufgezeigte Weg sein. Eine andere Einschätzung könnte sich allerdings aus einer weiteren Prüfung ergeben, die allerdings eine eingehende Beratung voraussetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 06.03.2009 | 08:10

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Stellungnahme vom Anwalt:
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